Der Notausgang wurde fertig gestellt. Veranstaltungen können nun wieder wie gewohnt durchgeführt werden!

 

  

Die Bauarbeiten an der Bücherei für den Notausgang haben begonnen. Anstelle des Brunnens wird dort eine Natursteintreppe entstehen! Nach Fertigstellung können somit im Saal wieder Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen durchgeführt werden.

Märchenzauber beim Benzenickel Bazar - 10 Jahre Märchenzelt

Seit einem Jahrzehnt verzaubert das Märchenzelt des Vereins "Freunde der Gemeindebücherei Nußloch" den alljährlichen Benzenickel Bazar mit einer märchenhaften Atmosphäre. In diesem Jahr erreichte der Zuspruch einen neuen Höhepunkt. Mehr als 300 Kinder besuchten das Zelt, um sich von den magischen Geschichten verzaubern zu lassen. Eltern und Großeltern begleiteten die kleinen Besucher, viele von ihnen nutzten die Gelegenheit, sich im gemütlichen Zelt bekannte Märchen wieder einmal anzuhören.

 

Das Märchenzelt, das mit liebevoll ausgewählten Stoffen dekoriert war, bot den Kindern nicht nur eine fesselnde Vorlesestunde, sondern auch eine besondere Sitzerfahrung auf Strohballen. Die kleinen Zuhörer warteten gespannt auf das nächste Märchen, während die Atmosphäre des Zeltes die Fantasie anregte.

 

Wie in jedem Jahr gesellte sich auch der Benzenickel wieder höchstpersönlich zu den kleinen Märchenfreunden im Zelt. Aus einem Sack voller Süßigkeiten verteilte er Naschereien an die begeisterten Kinder und die engagierte Vorleserin.

 

Alle Kinder von fünf bis 10 Jahren, die auch weiterhin gerne Märchen hören möchten, sind herzlich zur Vorlesestunde, jeden Dienstag von 16.00 Uhr bis 16:45 Uhr, in die Gemeindebücherei Nußloch eingeladen.

Bild: Gemeindebücherei, Preisverleihung Lesesommer 2023
Bild: Gemeindebücherei (von links nach rechts:) Bürgermeister Joachim Förster, Gesche Hagmann (Bücherei), Jutta Schoppengerd (Förderverein), Christine Schmeer (Bücherei), Sabine Kinzinger (Förderverein)

Preisverleihung Lesesommer 2023

 

Am 26. September 2023 war es soweit, Bürgermeister Joachim Förster überreichte im Beisein des Fördervereins die Preise an Leon O., der sich über einen Spielwarengutschein im Wert von 25 Euro freuen darf. Luis E. bekam als Zeitplatzierter einen Buchgutschein im Wert von 20 Euro und Eva R. als Drittplatzierte einen Kinogutschein für 15 Euro (vorne von links nach rechts)

 

 

 

 

Die Gewinner des Lesesommers 2023 stehen fest:

 

104 Kinder haben zusammen 746 Bücher gelesen! Zum dritten Mal fand in der Gemeindebücherei Nußloch der „Lesesommer“ statt: Eingeladen waren alle Schüler und Schülerinnen, die Nußlocher Grundschulen unterstützten die Leseförderaktion, indem jedes Kind den Mitmachzettel in der Schule erhielt. Nach der Eröffnung zu Beginn der Sommerferien ging es endlich los: Jede Bewertung, die für ein gelesenes Buch abgegeben wurde, ging in die große Verlosung und Bürgermeister Förster zog nach den Ferien die Gewinner. Leon (1. Platz), Luis (2.Platz) und Eva (3. Platz) dürfen sich über Gutscheine des Fördervereins für Spiele, Bücher und Kino freuen.

 

Die Preisverleihung findet am Dienstag, 26. September 2023 um 17.30 Uhr in der Bücherei statt. Ab dann dürfen sich auch alle anderen Teilnehmer eine Überraschung abholen! 

 

 

Herzlichen Glückwunsch!

Ferienprogramm 2023

 Ferienprogramm 2023, Lustige Geschichten und bunte Basteleien
Bild: Gemeindebücherei

Lustige Geschichten und bunte Basteleien in der Gemeindebücherei  

 

Welch ein Summen und Gewusel herrschten an diesem ansonsten eher noch verschlafenen Ferien-Mittwoch-Vormittag im großen Lesesaal der Bücherei. Fast fühlte man sich ein klein wenig in einen etwas überdimensionierten Bienenstock versetzt, wären da nicht die vielen Bücher an den Wänden und in den Regalen gewesen. Ab kurz vor zehn Uhr ging es los und mit einem Mal schwärmten aus allen Richtungen die Ferienkinder herbei, die sich zum diesjährigen „Vorlesespaß mit Basteln in der Gemeindebücherei“ angemeldet hatten. Da alles bestens vorbereitet war, konnte der Spaß sogleich beginnen.

 

Nach einer kurzen Begrüßung folgte als Überraschung ein eigens für diesen Vormittag gereimtes Bienen-Gedicht. Danach war es an der Zeit, einige Runden „Bienenstock“ zu spielen, um nicht nur den noch etwas müden Körper, sondern gleichzeitig auch die kleinen grauen Zellen in Schwung zu bringen. Nachdem bald wirklich alle putzmunter waren, war es natürlich ein Leichtes für die Kinder, die zum Teil ziemlich schwierigen Fragen des folgenden Quiz zu beantworten. Sehr beeindruckend war, wie gut selbst die jüngeren Kinder sich bereits zum Thema „Bienen“ und „Spinnen“ auskannten. Als alle Fragen gelöst waren, ging es in kleinen Gruppen in die unterschiedlichen Leseecken, wo die Kinder sich beim Vorlesen etwas erholen konnten…

 

...bevor dann auch schon der letzte und von vielen heißersehnte Programmpunkt folgte: Das Basteln von Bienen, Schmetterlingen und anderen bunten Wesen nach Lust und Laune. Viel zu schnell verging die Zeit und bevor sich alle mit einem kleinen Stückchen Bienenwachs beschenkt, um diesen feinen Duft mit nach Hause zu nehmen, auf den Weg machten, durfte noch ein leckerer Honig verkostet werden. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die Kindern und Betreuerinnen gleichermaßen großen Spaß gemacht hat!

 

Ferienprogramm am 23. August 2023: Maya-Schatz in Nußloch geborgen!

 

Zwölf unerschrockene und schlaue Entdeckerinnen und Entdecker knackten einen geheimen Zahlencode und legten einen Maya-Schatz in den Räumen der Gemeindebücherei Nußloch frei. Ihr Weg zum Schatz war gespickt mit kniffligen Rätseln. In zwei Gruppen aufgeteilt, mussten die Spürnasen im großen Saal und im ersten Obergeschoss Hinweise suchen und deren Bedeutung ergründen: Was zeigt die UV Taschenlampe? Was haben Schlangen und Sonnen mit dem Alphabet zu tun? Haben Bücher Augen und wenn ja – warum? Sagen Götter stets die Wahrheit? Dreht sich die Sonne doch...?

 

Teilweise waren auch merkwürdige Kräfte am Werk, die Hinweise während der Suche neu platzierten. Für die Beantwortung der Fragen war Teamarbeit gefragt und nicht immer war der naheliegendste Weg der Richtige. Kombinieren, logisch oder um-die-Ecke-denken, basteln – für jeden Geschmack war etwas dabei. Für jedes gelöste Rätsel erhielten die Schatzsuchenden jeweils ein Maya-Symbol. Mit der Schatzkarte, den acht errätselten Symbolen sowie dem Schlussrätsel ermittelten die Forscherinnen und Forscher einen vierstelligen Zahlencode. Der Schatz in den beiden Schatztruhen war mit einem ebensolchen Zahlencode gesichert – doch der Lösungscode hatte eine Ziffer zu viel! Auch dieses Hindernis konnte überwunden und der Schatz anschließend gerecht unter den Schatzsucherinnen und -suchern aufgeteilt werden. 

 

Sowohl in der Heimat der Mayas, auf der Halbinsel Yucatán, als auch in Nußloch ist zum Abschluss einer Schatzsuche ein Eis stets willkommen. Erfrischt, mit Goldtalern in der Tasche und einigen neuen Erfahrungen im Kopf machten sich die Maya-Profis auf den Heimweg. Das Team der „Freunde der Gemeindebücherei“ hatte bei der Vorbereitung des Ferienprogramms zunächst ebenfalls über den Rätseln gebrütet und nach dem passenden Schwierigkeitsgrad gesucht. Das Erstellen der Hinweise erforderte die ein oder andere kreative Stunde („Habt Ihr echt einen Teller kaputt gemacht?“ – Wir haben ihn sogar vorher bemalt) und beim Aufbau der Schatzsuche in der Bücherei schaut man plötzlich mit ganz anderen Augen in die vertrauten Räumlichkeiten. Auch uns hat dieser erste von insgesamt zwei Ferienprogrammpunkten der Bücherei, den wir in diesem Jahr gezielt für Kinder ab 10 Jahren angeboten haben, viel Spaß bereitet. Man sagt, dass die Mayas noch mehr Schätze in der Bücherei versteckt haben sollen – es wird also noch mehr Gelegenheiten zur Schatzsuche geben.

Wer war Julius Euting?

 

Immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Schicksalen und Persönlichkeiten, war der Vorsitzende der Freunde der Gemeindebücherei, Joachim Gerhard, wieder einmal fündig geworden und auf Prof. Dr. Julius Euting gestoßen. Als Wissenschaftler und Sprachengenie, aber auch als ein sehr früher Wegbereiter des Tourismus hat Euting auf sehr unterschiedlichen Gebieten Spuren hinterlassen, ist aber trotzdem bis heute nur sehr wenigen bekannt.

So überraschte es nicht, dass sich nur ein kleiner Kreis von Interessierten eingefunden hatte zu dem Vortrag über Julius Euting in der Gemeindebücherei. Bei den meisten wird an diesem heißen Sommerabend der Durst und die Suche nach Schatten vorrangiger gewesen sein als die Neugier auf Julius Euting.

 

Joachim Gerhard schilderte anschaulich Leben und Werk von Julius Euting. 1839 in Stuttgart geboren, war er nach dem Studium der Theologie und der orientalischen Sprachen als Bibliothekar in Tübingen und an der nach dem Krieg von 1870/71 deutschen Universität Straßburg tätig. Seine Liebe galt hauptsächlich der Orientalistik und er nahm zwischen 1867 und 1903 an ausgedehnten Forschungsreisen in das gesamte Mittelmeergebiet teil, vor allem in die Regionen der heutigen Länder Ägypten, Syrien, Jordanien und nach Inner-Arabien.

Hauptzweck dieser beschwerlichen Reisen war die Erforschung und Deutung vorislamischer Inschriften, vor allem in punischer, aramäischer, nabatäischer, palmyrenisch, sabäischer und lihyanischer Schrift. Von seiner längsten Reise brachte er allein 900 Abklatsche von Inschriften mit, die er wissenschaftlich auswertete. Aufgrund seiner umfassenden Sprachkenntnisse und wegen seiner Körpergröße von nur etwa 1,50 m nannte man ihn „das Sechzehnsprachen-Männle“. Die Ergebnisse seiner Forschungen sind bis heute von hohem wissenschaftlichem Interesse.

So sehr ihn seine Forschungen in die Ferne führten, so sehr war Euting seiner Heimat, dem Nordschwarzwald und den Vogesen, verbunden. In der Zeit des aufkommenden Tourismus Mitte des 19. Jahrhunderts ermunterte er die Wirte der kleinen Wirtshäuser im Schwarzwald, Zimmer bereitzustellen für die „Sommerfrischler und Luftschnapper“, wie sie damals genannt wurden. Es entstanden noble und beliebte Herbergen wie das Kurhaus Sand, in dem einst sogar Kaiserin Sisi von Österreich logierte. Eutings liebstes Wandergebiet war der Ruhestein im Nordschwarzwald. Sein Einsatz für den Ausbau der touristischen Einrichtungen, für die Erschließung und Beschilderung von Wanderwegen und bei der Erstellung von Wanderkarten trug ihm den Beinamen als „Ruhesteinvater“ ein.

 

Euting war Mitgründer der Sektion Straßburg des Vogesen-Clubs und führte 36 Jahre lang den Gesamt-Vogesenclub. Ein 1897 vom Vogesen-Club im südlichen Elsass auf dem Gipfel des Climont errichteter Aussichtsturm wurde nach ihm „Juliusturm“ benannt. Von 1901 bis 1905 war er der Vorsitzender des Verbands der Deutschen Touristenvereine, in dem sich alle Wander- und Gebirgsvereine zusammengeschlossen hatten. In dieser Zeit gewann der Verband durch den Beitritt der deutschsprachigen Wandervereine aus Österreich-Ungarn zusätzlich an Bedeutung.

 

Eutings Wunsch, mitten in seiner geliebten Natur begraben zu werden, wurde ihm nach jahrelangem Kampf von der Forstverwaltung bewilligt. Am Seekopf beim Wildseeblick, nur wenig entfernt vom Ruhestein im Nordschwarzwald, kann man seine Grabstätte noch heute besuchen.

Jedes Jahr am 11. Juli, seinem Geburtstag, wird dort, wie es Euting in seinem Testament verfügt hat, bei einer kleinen Feier Eutings Lieblingsgetränk arabischer Mokka ausgeschenkt. Die Euting-Gesellschaft, die seinen Nachlass verwaltet, lädt auch 2023 zum 184. Geburtstag des Gelehrten zu der Zeremonie an der Grabstätte ein.

 

Joachim Gerhard kündigte an, am 11. Juli 2023 mit allen Interessierten per ÖPNV zum Ruhestein zu fahren und nach dem Besuch des erst jüngst eröffneten Nationalpark-Zentrums zum Euting-Grab zu pilgern.

 

Interessenten erfahren auf Nachfrage Details unter: gerhard_hd@t-online.de.

Mitgliederversammlung 2023 am 12.06.2023
Tätigkeitsberichte und Satzungsreform

 

Der Abend des heißen Tages lud eher ins Schwimmbad oder in den Biergarten ein. So hatte sich nur ein gutes Dutzend der etwa 200 Mitglieder zur Jahreshauptversammlung der Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V. im Feuerwehrhaus eingefunden. Mit der aktuellen Beschränkung der Besucherzahl in der Bücherei aus Brandschutzgründen wäre man so nicht in Konflikt geraten, doch war das zum Zeitpunkt der Einladung nicht absehbar.

Der 1. Vorsitzende Joachim Gerhard gab nach der Begrüßung und der Feststellung der Formalien einen Überblick über die nach Auslaufen der Corona-Beschränkungen endlich wieder angelaufenen Aktivitäten des Fördervereins. Im Vordergrund standen dabei die wöchentlichen Vorlesestunden, das Märchenzelt und das Adventsfenster, die Beteiligung am Ferienprogramm der Gemeinde und die Mitwirkung beim Bücherflohmarkt mit Kaffee- und Kuchenverkauf beim Brunnenfest. Mit der Verabschiedung von Dipl.-Bibliothekarin Jutta Baust in den Ruhestand sei eine lange, erfolgreiche Zusammenarbeit zu Ende gegangen, die der Vorstand mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt habe. Vom neuen Leitungsteam begrüßte er Carmen Certa und betonte, dass sich der Vorstand auf eine ebenso gute Kooperation mit ihr und Christine Schmeer freue.

Endlich hätten auch wieder gemeinsame Veranstaltungen der Bücherei und des Fördervereins stattfinden können, auch wenn die Besucherzahlen vorläufig noch limitiert sind. Dreimal präsentierte sich Dieter Degreif eindrucksvoll mit Rezitationen: „Moabiter Sonette“ von Albrecht Hausdorfer, aus den Werken vier jüdischer Autorinnen und mit klassischen Balladen. In Kooperation mit der Buchhandlung Jutta Kempf habe die Literaturwissenschaftlerin Dr. Ulrike Mielke kurzweilig und amüsant über das Therma „Glück“ referiert. Weitere Veranstaltungen stünden an, die jeweils in der RaRu angekündigt werden.

Am Ende seines Berichts bedankte sich Joachim Gerhard bei seinen Vorstandsmitgliedern und den Mitarbeiterinnen der Gemeindebücherei für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Gesche Hagmann, in der Bücherei zuständig für Kinder- und Jugendliteratur, ergänzte die Ausführungen um Infos über die Arbeit der Lesepaten an den Nußlocher Grundschulen. Die Lesepaten würden mittlerweile direkt von der Bücherei geführt, wobei auf regelmäßige Schulungen und den Austausch mit den Vorleser*innen Wert gelegt werde.

 

Schatzmeister Arne Schmidthals gab einen komprimierten, sehr aussagekräftigen Überblick über die Vereinsfinanzen. Sie erlauben es, der Bücherei auch künftig beim Ausbau und der Aktualisierung der Medienbestände kräftig unter die Arme zu greifen.
Die beiden Kassenprüferinnen Christiane Köken und Jutta Kempf bestätigten die äußerst sorgfältige und übersichtliche Führung der Kassengeschäfte des Vereins. Auf der Grundlage dieses Berichts beschloss die Versammlung einstimmig die Entlastung des Schatzmeisters und des gesamten Vorstands.

 

Neben den Vorstandsberichten stand als weiterer Schwerpunkt die Änderung der Satzung auf der Tagesordnung. Joachim Gerhard erläuterte detailliert die Vorschläge des Vorstands und die damit verbundenen Überlegungen. So werde vorgeschlagen, den Vereinszweck um eine ausdrückliche Legitimation zur Durchführung eigener Veranstaltungen zu ergänzen und um Bestimmungen über Zuständigkeit und Voraussetzungen der Ehrenmitgliedschaft. Die Verantwortung der gewählten Vorstandsmitglieder solle gestärkt und einige redaktionelle Anpassungen vorgenommen werden, weil die Sprache der bisherigen Satzung nicht durchgehend gendergerecht sei.

Die anwesenden Mitglieder stimmten den Änderungen mit der für eine Satzungsänderung erforderlichen qualifizierten Mehrheit zu. So konnte der Vorstand feststellen, dass der Verein mit dieser Satzung gut aufgestellt in die Zukunft gehen könne.

 

Nach einem Hinweis und der Einladung zu den nächsten Veranstaltungen in der Bücherei beschloss der 1. Vorsitzende eine harmonische Mitgliederversammlung und wünschte den Erschienenen einen guten Heimweg.

Nachstehend finden Sie den neuen Satzungstext sowie eine synoptische Gegenüberstellung der Änderungen.

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Satzungsänderung_Text neu Freunde der Gemeindebücherei Nußloch
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synoptische Gegenüberstellung Satzungsänderung Freunde der Gemeindebücherei
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Dieter Degreif las "Deutsche Balladen"

 

Nachdem der Verein „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V.“  seine kulturellen Veranstaltungen wieder begonnen hat, konnten wir am Montag, den 8. Mai 2023 wieder Dieter Degreif in der Gemeindebücherei Nußloch begrüßen.


Er präsentierte „Deutsche Balladen“ und rezitierte eine Auswahl aus den Werken von Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, Texte von Theodor Fontane über Ludwig Uhland bis Berthold Brecht und Zeilen von Annette von Droste-Hülshoff, Conrad Ferdinand Meyer und Gustav Schwab. Viele der Besucher kannten die Gedichte, es waren und sind die Klassiker des Deutschunterrichts. Doch diese Gedichte, oft mühsam nur wegen des Reims auswendig gelernt, klangen durch den stimmungsvollen Vortrag hier ganz anders und der Inhalt bekam eine nicht geahnte Bedeutung. Wieder war es während der Rezitationen absolut still im Raum, Dank der Intensität des Vortrages.

 

Leider durfte nur eine begrenzte Zuschauerzahl zuhören. Wegen des fehlenden zweiten Fluchtweges ist die Besucherzahl in der Bücherei immer noch auf 30 Personen begrenzt. Wir hoffen, dass die notwendigen Baumaßnahmen bald beginnen. 

 

Die nächste Veranstaltung in der Bücherei findet am 23. Mai um 19.00 Uhr statt.
Wir freuen uns auf einen Abend mit Frau Dr. Ulrike Mielke. Sie stellt die Frage „Was ist Glück?“  und wird Texte aus der Literatur befragen und versuchen, dem Glück auf die Spur zu kommen.

 

Wer gerne dabei sein möchte, sollte sich zeitnah in der Bücherei anmelden. Wegen der Brandschutzordnung dürfen wir nicht über die angewiesene Zahl von 30 Personen hinausgehen.

Kuchenverkauf im Rahmen des Bücher-flohmarkts der Bücherei

 

Auch dieses Jahr war die Bücherei im Rahmen des Brunnenfestes wieder aktiv.
Die Besucher des Bücherflohmarktes schauten beim Betreten der Bücherei überrascht nach rechts, dort war im Eingangsbereich ein üppiges Kuchenangebot aufgebaut worden.
Der Verein „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V.“ hatte ihre Helfer*innen und Unterstützer*innen aufgerufen, Kuchen zu backen und mit 20 verschiedenen Kuchen konnten fast alle Kuchenwünsche erfüllt werden. Von der Linzertorte bis zum „Kalten Hund“, von der Kirschtorte über die Käsetorte waren alle Klassiker dabei.
Rasch ging der Kuchen über die Theke, zum Mitnehmen für den Sonntagnachmittagskaffee oder zum Verzehr draußen vor der Bücherei an der Biergarnitur. Dort saßen schnell viele Leute und genossen das gute Wetter und die Kinder konnten dort entspannt spielen. Wer Kuchen isst, mag auch gerne etwas dazu trinken. Also haben wir das Kuchenangebot um frisch gebrühten Kaffee und Kaltgetränke ergänzt.
Nach dem geplanten Ende um 17 Uhr ging das Aufräumen schnell, denn bis auf einige Reststücke war der gesamte Kuchen verkauft!

Dieter Degreif rezitierte Gedichte jüdischer Autorinnen

 

Nach langer Pause konnte der Verein „Freunde der Gemeinde-
bücherei Nußloch e.V.“  endlich wieder zu einer kulturellen Veranstaltung einladen. Am Montag, dem 17. April 2023 kam dann auch mit dem beliebten Dieter Degreif ein besonderer Gast  in die Gemeindebücherei Nußloch. Er rezitierte Gedichte jüdischer Autorinnen, einen Querschnitt aus den Werken von Hilde Domin, Rose Ausländer, Selma Merbaum und Mascha Kaleko. Viele der Besucher kannten die Autorinnen, ihre Werke und waren mit ihren schweren Schicksalen vertraut. Während der Rezitationen war es absolut still im Raum, die fesselnden Gedichte und die Intensität des Vortrages waren beeindruckend.


Leider durfte nur eine begrenzte Zuschauerzahl zuhören. Wegen des fehlenden zweiten Fluchtweges ist die Besucherzahl in der Bücherei immer noch auf 30 Personen begrenzt.
Wir hoffen, dass die notwendigen Baumaßnahmen bald beginnen.

 

Die nächste Veranstaltung mit Dieter Degreif in der Bücherei findet am 8. Mai um 19:30 Uhr statt.
Wir freuen uns auf einen kurzweiligen Abend mit „Deutschen Balladen“.
Wer gerne dabei sein möchte, sollte sich zeitnah in der Bücherei anmelden. Wegen der Brandschutzordnung dürfen wir nicht über die angewiesene Zahl hinausgehen.

 

Das Vorlese-Team freut sich über den Besuch des Bürgermeisters, Herrn Förster  (Foto: Freunde der Gemeindebücherei)
Das Vorlese-Team freut sich über den Besuch des Bürgermeisters, Herrn Förster (Foto: Freunde der Gemeindebücherei)

Märchenhafter Start in den Advent

 

Vorfreude ist die schönste Freude: Sorgsam verwahrt harrten lange, fließende Stoffbahnen und funkelnde Dekostoffe, liebevoll gebastelte Dekorationen und flauschige rote Fleece-Decken drei Jahre auf dem Dachboden der Bücherei aus, bis sie dieses Jahr im Märchenzelt der Freunde der Gemeindebücherei beim Benzenickelbazar in Nußloch endlich wieder zum Einsatz kamen.

Bereits beim Aufbau und Ausschmücken des Zeltes hatten alle Beteiligten viel Freude und in kürzester Zeit verwandelte sich das weiße Pagodenzelt in eine farbenprächtige, gemütliche Märchenwelt. Die ersten kleinen Besucherinnen und Besucher lauschten schon am Freitagabend kurz nach der Eröffnung des Benzenickelbazars den Vorleserinnen: Spontan hatte sich die „Zeltwache“ dazu entschlossen, den Vorlesereigen mit ein paar modernen Märchen schon einen Tag früher als geplant zu eröffnen.

 

Am Samstag und Sonntag folgten Grimm'sche Märchen im Halbstundentakt. Kleine und große Zuhörerinnen und Zuhörer suchten sich auf Strohballen und Bänken einen Platz und zu jeder halben Stunde gab es stets neue Märchen von Aschenputtel über den gestiefelten Kater bis zu den zertanzten Schuhen. Während der Vorlesezeit blieb das Zelt jeweils geschlossen – mit einer Ausnahme: Als der Benzenickel am Samstag seinen Bazar besuchte, warf auch er einen Blick in das Märchenzelt und verteilte Süßes.

 

Vor dem Zelt warteten handgemachte Stoffschweine mit guten Wünschen versehen auf ein neues Zuhause – viele davon konnten in liebevolle Hände abgegeben werden. Viel zu schnell kam der Sonntagabend und es hieß Abschied nehmen vom Märchenzelt 2022. In Windeseile wurde das Zelt abgeschmückt und abgebaut, übrig blieben ein paar Strohhalme und sorgsam verwahrt harren Stoffe und Dekorationen im Dachboden der Bücherei auf das Märchenzelt 2023.

Die Gewinner des Lesesommers wurden ausgezeichnet 

73 Kinder haben in den Sommerferien zusammen 692 Bücher gelesen! Die Gewinner des Lesesommers wurden bei der Preisverleihung in der Bücherei gebührend gefeiert! Sofia, Asli und Ben freuten sich mit ihren Familien über Gutscheine für Spiele, Bücher und Kino, die die Freunde der Gemeindebücherei gestiftet haben. Alle anderen Teilnehmer durften sich in der Bücherei ihre Belohnung und Urkunde abholen.

Foto: Freunde der Gemeindebücherei
Foto: Freunde der Gemeindebücherei

Spieletreff mit anschließendem Eis essen -

Ferienspaß mit den Freunden der Gemeindebücherei Nußloch

 

Fröhliches Lachen und aufgeregtes Gemurmel erklangen aus dem großen Saal der Bücherei, in dem normalerweise eine eher gemütliche Stille herrscht. Was hatte dies wohl zu bedeuten?

Es war wieder „Ferienspaß“ mit den „Freunden der Gemeindebücherei Nußloch“ und eine große Gruppe Kinder war an diesem Mittwochmorgen der Einladung in die Bücherei gefolgt, um in aller Ruhe viele verschiedene Spiele auszuprobieren. Es wurde gesprungen und gehüpft, Boule und Tic-Tac-Toe gespielt, es wurde gekniffelt, geknobelt und unter anderem konnte man den Sockenmonstern einen Besuch abstatten. Wer Interesse hatte, durfte mittels eines Tiptoi-Stifts einmal quer durch Deutschland, Europa oder sogar durch die ganze Welt reisen und allerhand Neues dabei erfahren.

 

Ein ganz besonderes Highlight hatte unsere Ulla Hetkamp mitgebracht: ein wunderschönes und schon sehr altes Holzspiel, bei dem neun Kegelfiguren durch einen kleinen Holzkreisel umzuwerfen waren. Keine leichte Aufgabe! Es war eine Überraschung und ganz besondere Freude, wieviel Ausdauer und Geschicklichkeit die Kinder bewiesen, um alle Kegel mit möglichst wenigen Versuchen umzustoßen.

 

Viel zu schnell vergingen die zwei Stunden, bis pünktlich um zwölf Uhr der Eismann mit einer großen Eistruhe in der Tür stand und für jeden noch ein leckeres Eis für den Nachhauseweg bereithielt. Selbstverständlich wurden auch die wartenden Geschwisterkinder nicht vergessen. Eine gelungene Aktion, die Kindern und Betreuern wieder einmal großen Spaß gemacht hat!

Sei nicht in Sorge – leben wirst auch Du!
Dieter Degreif rezitiert „Moabiter Sonette“ im Rathaussaal

Über zwei Jahre lang mussten die Freunde der Gemeindebücherei warten, ehe sie Anfang Juli endlich wieder eine Veranstaltung in der Reihe „Kultur am Mittwoch“ präsentieren konnten. Nach so langer Pause war der Rezitationsabend mit Dieter Degreif und Albrecht Haushofers „Moabiter Sonette“ ein eindrucksvolles Comeback.

Weil in der Gemeindebücherei Veranstaltungen im Moment nicht zulässig sind, hatte Bürgermeister Joachim Förster für die Veranstaltung freundlicherweise den Rathaussaal zur Verfügung gestellt. Rund 30 Interessierte hatten sich eingefunden, angesichts des ernsten Sujets an diesem warmen Sommerabend eine beachtliche Resonanz.

Die 1946 posthum herausgegebenen „Moabiter Sonette“ des Geografen, Hochschullehrers, Schriftstellers, Publizisten und Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus Albrecht Haushofer (*1903) gehören zu den bedeutendsten Zeugnissen des literarischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Nicht nur weil ihm das totalitäre System des „Dritten Reichs“ die Fortsetzung seiner Laufbahn als Wissenschaftler versagte, war das Regime der braunen Horden für Haushofer von Anfang an nicht hinnehmbar. Trotzdem versuchte er lange aktiv, die Außenpolitik zu beeinflussen und auf Frieden hinzuwirken. Er selbst hat sich später in einem seiner Sonette vorgeworfen, viel zu lange der Illusion nachgehangen zu sein, die Außenpolitik der Nazis zu beeinflussen.

Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 tauchte Haushofer wegen seiner Kontakte zu den Attentätern in Bayern unter. Er wurde aber im Dezember 1944 entdeckt, verhaftet und bis zu seinem Tod im Berliner Gefängnis Moabit gefangen gehalten. Kurz vor der Befreiung Berlins, am 23. April 1945, wurde er zusammen mit fünfzehn weiteren Gefangenen unter dem Vorwand einer Verlegung von einem SS-Trupp aus seinem Gefängnis geholt und hinterrücks erschossen.

Die in der Haftzelle verfassten Sonette enthalten ein Resümee von Haushofers Lebens, sie sind Ausdruck überwundener Verzweiflung und Todesangst und können als letzte Gedanken und Worte gedeutet werden. Sie gehen aber thematisch weit über Haushofers persönliche Situation hinaus und beschäftigen sich unter anderem mit Sokrates, der griechischen Mythologie, mit Beethovens Oper Fidelio, Thomas Morus, Albert Schweitzer oder mit Erinnerungen an die Olympischen Spiele 1936 und die mit ihnen verknüpften, vergeblichen Friedenshoffnungen.

Aus Haushofers 80 Sonette hatte Dieter Degreif etwa 35 mit einer äußerst vielfältigen Thematik ausgewählt. Wie von ihm seit vielen Jahren gewohnt, trug er die Gedichte über eine Stunde lang weitestgehend frei vor. Die atemlose Stille im Publikum zeigte eindrucksvoll, dass Dieter Degreif nicht nur die Kernbotschaften Albrecht Haushofers eindrücklich und authentisch vermitteln konnte, sondern auch die bedrückende Atmosphäre der Haftzelle und den, trotz Terror und Willkür und angesichts des täglich drohenden Todes, ungebrochenen Lebensmut und die Zuversicht des Autors.

Und wie bei Dieter Degreif gewohnt, hatte er die Zugabe bereits in seinen Vortrag integriert:

Im Sonett „Spatzen“ schildert Haushofer das muntere Treiben eines Vogelpärchens vor dem Eisengitter seiner Zelle:

„Zuweilen kommt Besuch: das Eisengitter, für mich Gefängnis, ist für andre Rast, …
Ob mich die flinken, schwarzen Augen sehn?
Sie schauen fort. Ein Tschilp. Ein Flügelheben, Der Eisenrost ist leer.
Ich bin allein. Wie gerne möcht ich bei den Spatzen sein.“

 

Joachim Gerhard, Vorsitzender der Freunde der Gemeindebücherei, hob bei seinem Dank an Dieter Degreif als gleichermaßen bewunderungswürdige Höhepunkte dieses fesselnden Abends hervor: Albrecht Haushofers ergreifende, oft visionäre Lyrik voller Zuversicht und Dieter Degreifs exzellente Vortragskunst.

Langer, dankbarer Beifall.

Endlich wieder Mitgliederversammlung!

Nach einem Jahr Zwangspause hatten die Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V. endlich wieder zur Mitgliederversammlung eingeladen. Sie fand im Saal des Feuerwehrhauses statt, weil in der Bücherei im Moment keine Veranstaltungen möglich sind.

Der 1. Vorsitzende Joachim Gerhard konnte 23 Mitglieder begrüßen, mehr als in der letzten Versammlung im März 2020 unmittelbar vor dem ersten Corona-Lockdown. Namentlich begrüßt wurden besonders verdiente Mitglieder: der Ehrenvorsitzende Alfred E. Dosch und seine Gattin, die Ehrenmitglieder Dieter Degreif, Jutta Kempf und Eberhard Ruhm sowie die früheren Vorstandsmitglieder Gaby Hamers und Silvia Redeker. Bedauerlicherweise konnte die Leiterin der Gemeindebücherei, Jutta Baust, an der letzten Versammlung vor ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben krankheitshalber nicht teilnehmen.

Im Anschluss an die Ehrung verstorbener Mitglieder erstattete der Vorstand seinen Tätigkeitsbericht. Joachim Gerhard blendete zurück auf die letzte Veranstaltung vor dem ersten Lockdown, den gut besuchten Vortrag von Heiner Schmidt im Februar 2020 mit Nußlocher Bildern und Geschichten aus früheren Zeiten. Die erneut rasch ausgebuchte Wiederholung fiel dann bereits Corona zum Opfer. Obwohl ab März 2020 zahlreiche Aktivitäten des Vereins, vor allem das beliebte Märchenzelt auf dem Benzenickelmarkt oder die Öffnung des Adventfensters, aber auch Spieleabende, geplante Vorträge und lange Zeit auch die Vorlesestunden ausfallen mussten oder nur im kleinen Kreis stattfinden konnten, nutzten die ehrenamtlichen Helfer*innen vorüber-
gehende Lockerungen und brachten zum Beispiel mit Spiel- und Bastelvormittagen Beiträge zum Nußlocher Ferienprogramm. Ab September 2021 starteten dann mit besonderen Hygienemaßnahmen wieder die Vorlesestunden für Kinder von 5 – 10 Jahren.

Der gut frequentierte Bücherflohmarkt und Kuchenverkauf beim Brunnenfest Anfang April dieses Jahres gebe Anlass zu gewissem Optimismus, der allerdings gedämpft werde, weil Veranstaltungen in der Bücherei auf unabsehbare Zeit unmöglich sind. Am Ende seines Berichts dankte Joachim Gerhard seinen Mitvorständen und den vielen hochmotivierten ehrenamtlichen Helfer*innen, den Mitgliedern und Partnern, die dem Förderverein auch in der Coronaphase die Treue gehalten haben, sowie der Gemeinde und der Feuerwehr für die Überlassung des Tagungsraums.

Gesche Hagmann ergänzte den Bericht des Vorsitzenden aus der Sicht der Gemeindebücherei.

 

Schatzmeister Arne Schmidthals erstattete den Kassenbericht. Trotz leicht zurückgegangener Mitgliederzahl kann der Verein die Bücherei auch weiterhin kräftig unterstützen bei der Beschaffung neuer und der Aktualisierung der vorhandenen Medien. Indem der Verein künftig wieder verstärkt in der Öffentlichkeit aktiv werden kann, wird er wieder besser Mitglieder werben und Sponsoren auf sich aufmerksam machen können. Die Kassenprüferinnen Christiane Köken und Jutta Kempf bescheinigten dem Schatzmeister eine vorbildliche Kassen- und Rechnungsführung.

In der Diskussion über die Vorstandsberichte meldete sich insbesondere der langjährige Vorsitzende
Alfred E. Dosch zu Wort und legte dem Vorstand unter anderem ans Herz, sich bei der Gemeinde „mit Nachdruck“ dafür einzusetzen, dass bald auch wieder Veranstaltungen in der Bücherei stattfinden können.

Bei der anschließenden Vorstandswahl kandidierten alle bisherigen Vorstände erneut und wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ein guter Beweis für die gute, harmonische Zusammenarbeit und für Kontinuität sowie das Vertrauen der Mitglieder. Das Beste hatte sich der Vorsitzende Joachim Gerhard dann bis ganz zum Schluss aufgehoben. Er würdigte eingehend die großen Verdienste von Liane Sartor um die Gründung und den Aufbau des Fördervereins und ernannte sie zum Ehrenmitglied. Die Ehrenurkunde überreichte er ihr zusammen mit einem bunten Blumenstrauß.

 

Um 20.26 Uhr konnte der 1. Vorsitzende eine harmonisch verlaufene Mitgliederversammlung beschließen.

Wiedergewählter Vorstand der Freunde der Gemeindebücherei stellte sich nach der Mitgliederversammlung zusammen mit dem neuen Ehrenmitglied Liane Sartor dem Fotografen: Sabine Kinzinger, Arne Schmidthals, Liane Sartor, Jutta Schoppengerd, Joachim Gerhard

 

Der wiedergewählte Vorstand der Freunde der Gemeinde-
bücherei stellte sich nach der Mitgliederversammlung, zusammen mit dem neuen Ehrenmitglied Liane Sartor, dem Fotografen:

 

Joachim Gerhard, 1. Vorsitzender, Jutta Schoppengerd, 2. Vorsitzende, Liane Sartor, Arne Schmidthals, Schatzmeister, Sabine Kinzinger, Schriftführerin (von links).

 

Es fehlt Jutta Baust, Bibliotheksleiterin.

 

Ferienprogramm 2021 in der Bücherei

 

Herrlich trubelig ging es beim Spieletreff in der Gemeindebücherei Nußloch im Rahmen des Kinderferienprogramms zu. Die Helfer*innen von den Freunden der Gemeindebücherei hatten sich darauf bei heimischen Trainings-Spieleabenden vorbereitet und empfingen mit Gesche Hagmann und Carmen Certa vom Büchereiteam 26 Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

Der Vormittag begann mit einem großen Kreis, einem „Hipp“, das im Uhrzeigersinn und einem „Hopp“, das gegen den Uhrzeigersinn von Kind zu Kind weitergegeben wurde: Bei einem Kind im Kreis treffen sich Hipp und Hopp... mit Konzentration und Übersicht laufen beide Kommandos in die jeweils richtige Richtung weiter.

Danach durfte in dem Spiele-Vorrat der Bücherei gestöbert und ausgewählt werden. Für alle Altersgruppen und jeden Spieltyp war etwas dabei. Mal ging es konzentriert auf die Suche nach Worten im "Gitterrätsel", mal kooperierten die Kinder, um bei "Space Escape" Nacktmulle rechtzeitig in die Rettungskapsel zu bringen. Bei „Kniffel“ war eine Mischung aus Würfelglück und Taktik gefragt, bei "Spitz pass auf!" ging es um schnelle Reaktionen. Auf der temporeichen Suche nach den richtigen Worten stellte man sich in „5 Seconds“ der Uhr, bei „Tick... Tack... Bumm“ einer tickenden Bombe! In der "Burg Flatterstein" bekamen Fledermäuse mit Hilfe eines Katapults Flugstunden, „Spinderella“ zog emsige Ameisen magnetisch an, wenn sie ihr zu nahe kamen und bei "Ice cool" waren wieder einmal Schüler heimlich in der Pinguinschule unterwegs und versuchten, nicht vom Hausmeister erwischt zu werden.

Im Mittelpunkt des Vormittages stand nicht die Frage "Wer gewinnt?", sondern das Kennenlernen und Ausprobieren verschiedener Spiele. Das Helfer*innen-Team stand stets mit Rat und Tat zur Seite und spielte gerne die eine oder andere Runde mit. Wie im Fledermausflug vergingen zwei Stunden und zum Abschluss gab es für Klein und Groß ein leckeres Eis.

 

Für alle, die jetzt auch Lust auf eine Spielerunde haben: Alle genannten Spiele und noch viele mehr können in der Bücherei ausgeliehen werden. 

Mitgliederversammlung 2020 der „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V.“

 

Am Montag, den 9. März begrüßte der 1. Vorsitzende Joachim Gerhard alle Mitglieder, die der Einladung gefolgt waren. Als anwesendes Ehrenmitglied begrüßte er Herrn Dosch und Gatting besonders herzlich.

Anschließend erhoben sich alle Anwesenden zum Gedenken an die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder.

 

Danach erstattete Herr Gerhard den Jahresbericht des Vorstands. Dieser habe zahlreiche neue Ideen entwickelt. Ein Bonus-System wird künftig die Helferinnen und Helfer bei Büchereiveranstaltungen als Dankeschön für fünf Einsätze mit einer Freikarte bei einer Veranstaltung ihrer Wahl belohnen. Für das beliebte Märchenzelt auf dem Benzenickelmarkt gibt es die Überlegung, wie man es künftig noch besser nutzen könnte, zum Beispiel mit einer Einladung der Gemeinderäte ins Zelt. Ein sehr wichtiger Punkt für den Vorstand ist laut Herrn Gerhard, bei der Gemeinde auf eine bessere Absicherung zur Sinsheimer Straße am Ausgang der Bücherei hinzuwirken. Zumal die Tempozone 20 genau an der Bücherei endet.

 

Herr Gerhard blickte dann zurück auf die Veranstaltungen in der neuen Reihe „Kultur am Mittwoch“. Absoluter Höhepunkt war der Vortrag von Heiner Schmidt Anfang Februar, der wegen der großen Nachfrage nochmals wiederholt wird (und schon wieder ausgebucht ist). Herr Gerhard rief die Mitglieder auf, innerhalb der Gemeinde und der Region Vortragende oder Künstler mit interessanten Angeboten zur Gestaltung eines Abends zu gewinnen oder sich selbst einzubringen.

 

Herr Gerhard gab das Wort weiter an seine Stellvertreterin Jutta Schoppengerd, die unter anderem die Initiatorin und die Seele des Märchenzeltes ist. Sie berichtete, dass der Erfolg und der Zuspruch beim Besuch des weihnachtlichen Märchenzeltes ungebrochen sind. Sie bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern, besonders bei Frau Dyllong, die mit ihrer großzügigen Spende jedes Jahr das Zelt finanziert.

 

Als Nächste berichtete Lese- und Literaturpädagogin Gesche Hagmann über die Vorlesestunden. Diese finden unverändert nach bewährtem Konzept immer dienstags statt. Die Stunde beginnt jeweils mit demselben Lied. Das wollen die Kinder so, da sind keine Änderungen erwünscht. Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und bekommen für jeden Besuch der Vorlesestunde einen Stempel. Für zehn Stempel gibt es dann eine der von Ulla Hetkamp liebevoll gebastelten Nussi-Lesemäuse. Die kann man nirgends kaufen und sich nur durch den Besuch der Vorlesestunden verdienen. Alles wie immer, weil es so schön ist! Frau Hagmann berichtete dann vom Internationalen Kinderbuchtag, von Ferienprogrammen und Büchereiveranstaltungen wie der Lesenacht. Es gab Samstage mit Vorlesen und Spielen, es gab Spieleabende für Familien. Zu erwähnen war noch der „Lebendige Adventskalender“ und schließlich das Plaudertreffen in der Nußecke, das monatlich freitags stattfindet.

 

Silvia E. Redecker berichtete vom Lesepatenprojekt an der Lindenschule, das sie betreut. Dort werden 11 Kinder gefördert durch 9 Lesepatinnen. Die Lesepatinnen arbeiten entweder morgens in der Schule oder nachmittags im Hort mit den Kindern. Neue Lesepaten sind willkommen!

 

Jutta Kempf ist für dasselbe Projekt an der Schillerschule zuständig. Auch sie hat neun Lesepatinnen und auch sie sprach über das Zeitproblem der Kinder. Frau Kempf sagte, auch die Schillerschule wäre froh um mehr Lesepatinnen oder -paten.

 

Jutta Baust, Büchereileiterin und Mitglied des Vorstandes, schilderte nun das vergangene Jahr in der Bücherei. Der Januar begann fulminant mit dem großen, vom Freundeskreis erwirtschafteten Spendenscheck der Bücherei über fast 15.000 €, der symbolisch an Bürgermeister Förster überreicht wurde.

 

Im Februar wurde die Facebook Seite eingerichtet, die gut angenommen wird. Im März gab es ein Konzert der Musikschule Südliche Bergstraße. Im April begeisterte Dieter Degreif mit einem Abend mit Gedichten von Selma Meerbaum. Im April fand eine Spieleaktion statt. Im Juni wurden Tonie-Boxen und die dazu nötigen Figuren angeschafft, finanziert durch den Förderverein. Im August waren dank der verbesserten Personalsituation normale Öffnungszeiten möglich und erstaunlicherweise verzeichnete man die höchste Ausleihe des ganzen Jahres. Seit September gibt es dank dem Verein Metropol Card einen Online-Katalog, unter anderem mit Brockhaus und Munzinger Archiv. Im Oktober war Frederic Hormuth mit seinem politischen Kabarett zu Gast und im November begeisterte Zauberer Maximus mit seiner Zaubershow.

 

Die Möblierung in der Bücherei wurde aufgefrischt. Die Kinder genießen es, die Erwachsenen haben eine neue Sitzecke. Ein Dank an den Gemeinderat! Frau Baust sagte, dass die Bücherei Nußloch sich glücklich schätzen kann, mit Gesche Hagmann eine Lese- und Literaturpädagogin zu beschäftigen. Dank ihr gibt es nun ein neues Konzept für Büchereiführungen für Schulen und Kindergärten.

 

Schließlich war Schatzmeister Arne Schmidthals an der Reihe, etwas zum Thema Geld und Zahlen zu sagen. Er zeigte sich zufrieden, die Finanzen sind gesund. Der Verein hat momentan 247 Mitglieder. Daran schloss sich der Bericht der Kassenprüferin an, sie hatte nichts zu beanstanden und dankte Herrn Schmidthals für seine Arbeit.

 

Ehrenvorsitzender Alfred Dosch stellt den Antrag auf Entlastung des Vorstands, dem wurde einstimmig stattgegeben. Dem Vorstand wurde für seine hervorragende Arbeit gedankt. Als zweite Kassenprüferin stellte sich Frau Jutta Kempf zur Verfügung.

 

Aus dem Publikum wurde die Frage gestellt, ob die Kassenprüfer lediglich rechnerisch nachprüfen dürfen, ob die Zahlen stimmen. Das war bisher so, eine Satzungsänderung ist nicht geplant.

 

Die Mitglieder des Freundeskreises waren beeindruckt. Sie hatten viele Veranstaltungen selbst mitgetragen oder miterlebt, aber in dieser geballten Form zu hören, was alles geboten war im vergangenen Jahr, ließ einen doch staunen. Damit endete eine informative Mitgliederversammlung.

 

 Gaby Hamers

 

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

"Mein Nußloch liegt am Bergeshang"
Vortrag von Heinrich Schmidt

 

Auf Einladung des Fördervereins „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch“ kam am 19.02.2020 der über die Ortsgrenzen Nußlochs bekannte Heimatforscher Heinrich Schmidt (besser bekannt als „Schmidts Heiner“) in die ausgebuchte Gemeindebücherei. Unter dem Titel „Mein Nußloch liegt am Bergeshang“ skizzierte er in seinem eineinhalbstündigen Vortrag, wie schön Nußloch liegt und ist. Mit vielen alten Bildern, aus teilweise außergewöhnlichen Perspektiven, gab „Schmidts Heiner“ auch einen visuell schönen und interessanten Blick auf Nußloch.

 

Er gewährte nicht nur einen Einblick in die vor über 500 Jahren noch bei der katholischen Kirche gelegene Dorfmitte mit dem historischen Gasthaus „Zum Pflug“, dem Bettendorff‘schen Anwesen und der Ringelsgasse. Sondern man erfuhr auch einiges über das älteste Haus Nußlochs (Hauptstraße 55), das altehrwürdige Gasthaus „Zur Krone“, die Metzgerei Neff, Bäckerei Siefert sowie das Gasthaus „Zum Löwen“ und die Kleiderfabrik Max Berk.

 

Abschließend bedankte sich Heiner Schmidt beim Freundeskreis und ganz besonders beim 1. Vorsitzenden, Joachim Gerhard. Er sei die treibende Kraft gewesen, dass dieser Vortrag zustande gekommen ist.

 

Aufgrund der großen Nachfrage wird die Veranstaltung von und mit „Schmidts Heiner“ am 25.03.2020 um 19.30 Uhr wiederholt.

Sabine Kinzinger

 

Bild: Gemeindebücherei
Bild: Gemeindebücherei

Die „Bremer Stadtmusikanten“ in der Bücherei

Da war wieder was los! Insgesamt 120 Kinder, Eltern und Großeltern strömten in die Bücherei, um das „Blinklichter-Theater“ zu sehen. Auf dem Programm stand dieses Mal das Stück „Die Bremer Stadtmusikanten“. Wolfgang Messmer hatte eine fantasievolle Bühnendekoration und liebenswerte Stofftiere mitgebracht. Der Esel alt, der Hund fast blind, die Katze kann keine Mäuse mehr jagen und auf den Hahn wartet der Kochtopf. Die Geschichte kannten die Kinder natürlich alle. Die beste Voraussetzung dafür, kräftig mitzumachen und den Schauspieler mit den entsprechenden Tierlauten zu unterstützen. Außerdem holte sich Wolfgang Messmer, wie immer, auch Verstärkung auf die Bühne und fünf Kinder durften sogar „mitspielen“. Die vier Tiere schließen sich zusammen und wollen als Stadtmusikanten in Bremen ein neues Leben beginnen. Dabei treffen sie auf eine Räuberbande und es wird richtig spannend. Im Verlauf des Stücks kamen alle auf ihre Kosten, Mamas und Papas hatten ebenso ihren Spaß wie die Kinder - und nach dem glücklichen Ende machten sich alle fröhlich gestimmt auf den Heimweg. Viele hatten dieses Mal vergeblich nach Karten gefragt, deshalb kommt das „Blinklichter-Theater“ schon bald wieder in die Bücherei.

Jutta Baust

Bild: Tara & Sten
Bild: Tara & Sten

Tara & Sten in der