Mitgliederversammlung 2020 der „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V.“

 

Am Montag, den 9. März begrüßte der 1. Vorsitzende Joachim Gerhard alle Mitglieder, die der Einladung gefolgt waren. Als anwesendes Ehrenmitglied begrüßte er Herrn Dosch und Gatting besonders herzlich.

Anschließend erhoben sich alle Anwesenden zum Gedenken an die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder.

 

Danach erstattete Herr Gerhard den Jahresbericht des Vorstands. Dieser habe zahlreiche neue Ideen entwickelt. Ein Bonus-System wird künftig die Helferinnen und Helfer bei Büchereiveranstaltungen als Dankeschön für fünf Einsätze mit einer Freikarte bei einer Veranstaltung ihrer Wahl belohnen. Für das beliebte Märchenzelt auf dem Benzenickelmarkt gibt es die Überlegung, wie man es künftig noch besser nutzen könnte, zum Beispiel mit einer Einladung der Gemeinderäte ins Zelt. Ein sehr wichtiger Punkt für den Vorstand ist laut Herrn Gerhard, bei der Gemeinde auf eine bessere Absicherung zur Sinsheimer Straße am Ausgang der Bücherei hinzuwirken. Zumal die Tempozone 20 genau an der Bücherei endet.

 

Herr Gerhard blickte dann zurück auf die Veranstaltungen in der neuen Reihe „Kultur am Mittwoch“. Absoluter Höhepunkt war der Vortrag von Heiner Schmidt Anfang Februar, der wegen der großen Nachfrage nochmals wiederholt wird (und schon wieder ausgebucht ist). Herr Gerhard rief die Mitglieder auf, innerhalb der Gemeinde und der Region Vortragende oder Künstler mit interessanten Angeboten zur Gestaltung eines Abends zu gewinnen oder sich selbst einzubringen.

 

Herr Gerhard gab das Wort weiter an seine Stellvertreterin Jutta Schoppengerd, die unter anderem die Initiatorin und die Seele des Märchenzeltes ist. Sie berichtete, dass der Erfolg und der Zuspruch beim Besuch des weihnachtlichen Märchenzeltes ungebrochen sind. Sie bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern, besonders bei Frau Dyllong, die mit ihrer großzügigen Spende jedes Jahr das Zelt finanziert.

 

Als Nächste berichtete Lese- und Literaturpädagogin Gesche Hagmann über die Vorlesestunden. Diese finden unverändert nach bewährtem Konzept immer dienstags statt. Die Stunde beginnt jeweils mit demselben Lied. Das wollen die Kinder so, da sind keine Änderungen erwünscht. Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und bekommen für jeden Besuch der Vorlesestunde einen Stempel. Für zehn Stempel gibt es dann eine der von Ulla Hetkamp liebevoll gebastelten Nussi-Lesemäuse. Die kann man nirgends kaufen und sich nur durch den Besuch der Vorlesestunden verdienen. Alles wie immer, weil es so schön ist! Frau Hagmann berichtete dann vom Internationalen Kinderbuchtag, von Ferienprogrammen und Büchereiveranstaltungen wie der Lesenacht. Es gab Samstage mit Vorlesen und Spielen, es gab Spieleabende für Familien. Zu erwähnen war noch der „Lebendige Adventskalender“ und schließlich das Plaudertreffen in der Nußecke, das monatlich freitags stattfindet.

 

Silvia E. Redecker berichtete vom Lesepatenprojekt an der Lindenschule, das sie betreut. Dort werden 11 Kinder gefördert durch 9 Lesepatinnen. Die Lesepatinnen arbeiten entweder morgens in der Schule oder nachmittags im Hort mit den Kindern. Neue Lesepaten sind willkommen!

 

Jutta Kempf ist für dasselbe Projekt an der Schillerschule zuständig. Auch sie hat neun Lesepatinnen und auch sie sprach über das Zeitproblem der Kinder. Frau Kempf sagte, auch die Schillerschule wäre froh um mehr Lesepatinnen oder -paten.

 

Jutta Baust, Büchereileiterin und Mitglied des Vorstandes, schilderte nun das vergangene Jahr in der Bücherei. Der Januar begann fulminant mit dem großen, vom Freundeskreis erwirtschafteten Spendenscheck der Bücherei über fast 15.000 €, der symbolisch an Bürgermeister Förster überreicht wurde.

 

Im Februar wurde die Facebook Seite eingerichtet, die gut angenommen wird. Im März gab es ein Konzert der Musikschule Südliche Bergstraße. Im April begeisterte Dieter Degreif mit einem Abend mit Gedichten von Selma Meerbaum. Im April fand eine Spieleaktion statt. Im Juni wurden Tonie-Boxen und die dazu nötigen Figuren angeschafft, finanziert durch den Förderverein. Im August waren dank der verbesserten Personalsituation normale Öffnungszeiten möglich und erstaunlicherweise verzeichnete man die höchste Ausleihe des ganzen Jahres. Seit September gibt es dank dem Verein Metropol Card einen Online-Katalog, unter anderem mit Brockhaus und Munzinger Archiv. Im Oktober war Frederic Hormuth mit seinem politischen Kabarett zu Gast und im November begeisterte Zauberer Maximus mit seiner Zaubershow.

 

Die Möblierung in der Bücherei wurde aufgefrischt. Die Kinder genießen es, die Erwachsenen haben eine neue Sitzecke. Ein Dank an den Gemeinderat! Frau Baust sagte, dass die Bücherei Nußloch sich glücklich schätzen kann, mit Gesche Hagmann eine Lese- und Literaturpädagogin zu beschäftigen. Dank ihr gibt es nun ein neues Konzept für Büchereiführungen für Schulen und Kindergärten.

 

Schließlich war Schatzmeister Arne Schmidthals an der Reihe, etwas zum Thema Geld und Zahlen zu sagen. Er zeigte sich zufrieden, die Finanzen sind gesund. Der Verein hat momentan 247 Mitglieder. Daran schloss sich der Bericht der Kassenprüferin an, sie hatte nichts zu beanstanden und dankte Herrn Schmidthals für seine Arbeit.

 

Ehrenvorsitzender Alfred Dosch stellt den Antrag auf Entlastung des Vorstands, dem wurde einstimmig stattgegeben. Dem Vorstand wurde für seine hervorragende Arbeit gedankt. Als zweite Kassenprüferin stellte sich Frau Jutta Kempf zur Verfügung.

 

Aus dem Publikum wurde die Frage gestellt, ob die Kassenprüfer lediglich rechnerisch nachprüfen dürfen, ob die Zahlen stimmen. Das war bisher so, eine Satzungsänderung ist nicht geplant.

 

Die Mitglieder des Freundeskreises waren beeindruckt. Sie hatten viele Veranstaltungen selbst mitgetragen oder miterlebt, aber in dieser geballten Form zu hören, was alles geboten war im vergangenen Jahr, ließ einen doch staunen. Damit endete eine informative Mitgliederversammlung.

 

 Gaby Hamers

 

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

"Mein Nußloch liegt am Bergeshang"
Vortrag von Heinrich Schmidt

 

Auf Einladung des Fördervereins „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch“ kam am 19.02.2020 der über die Ortsgrenzen Nußlochs bekannte Heimatforscher Heinrich Schmidt (besser bekannt als „Schmidts Heiner“) in die ausgebuchte Gemeindebücherei. Unter dem Titel „Mein Nußloch liegt am Bergeshang“ skizzierte er in seinem eineinhalbstündigen Vortrag, wie schön Nußloch liegt und ist. Mit vielen alten Bildern, aus teilweise außergewöhnlichen Perspektiven, gab „Schmidts Heiner“ auch einen visuell schönen und interessanten Blick auf Nußloch.

 

Er gewährte nicht nur einen Einblick in die vor über 500 Jahren noch bei der katholischen Kirche gelegene Dorfmitte mit dem historischen Gasthaus „Zum Pflug“, dem Bettendorff‘schen Anwesen und der Ringelsgasse. Sondern man erfuhr auch einiges über das älteste Haus Nußlochs (Hauptstraße 55), das altehrwürdige Gasthaus „Zur Krone“, die Metzgerei Neff, Bäckerei Siefert sowie das Gasthaus „Zum Löwen“ und die Kleiderfabrik Max Berk.

 

Abschließend bedankte sich Heiner Schmidt beim Freundeskreis und ganz besonders beim 1. Vorsitzenden, Joachim Gerhard. Er sei die treibende Kraft gewesen, dass dieser Vortrag zustande gekommen ist.

 

Aufgrund der großen Nachfrage wird die Veranstaltung von und mit „Schmidts Heiner“ am 25.03.2020 um 19.30 Uhr wiederholt.

Sabine Kinzinger

 

Bild: Gemeindebücherei
Bild: Gemeindebücherei

Die „Bremer Stadtmusikanten“ in der Bücherei

Da war wieder was los! Insgesamt 120 Kinder, Eltern und Großeltern strömten in die Bücherei, um das „Blinklichter-Theater“ zu sehen. Auf dem Programm stand dieses Mal das Stück „Die Bremer Stadtmusikanten“. Wolfgang Messmer hatte eine fantasievolle Bühnendekoration und liebenswerte Stofftiere mitgebracht. Der Esel alt, der Hund fast blind, die Katze kann keine Mäuse mehr jagen und auf den Hahn wartet der Kochtopf. Die Geschichte kannten die Kinder natürlich alle. Die beste Voraussetzung dafür, kräftig mitzumachen und den Schauspieler mit den entsprechenden Tierlauten zu unterstützen. Außerdem holte sich Wolfgang Messmer, wie immer, auch Verstärkung auf die Bühne und fünf Kinder durften sogar „mitspielen“. Die vier Tiere schließen sich zusammen und wollen als Stadtmusikanten in Bremen ein neues Leben beginnen. Dabei treffen sie auf eine Räuberbande und es wird richtig spannend. Im Verlauf des Stücks kamen alle auf ihre Kosten, Mamas und Papas hatten ebenso ihren Spaß wie die Kinder - und nach dem glücklichen Ende machten sich alle fröhlich gestimmt auf den Heimweg. Viele hatten dieses Mal vergeblich nach Karten gefragt, deshalb kommt das „Blinklichter-Theater“ schon bald wieder in die Bücherei.

Jutta Baust

Bild: Tara & Sten
Bild: Tara & Sten

Tara & Sten in der Gemeindebücherei Nußloch

 

Ein großartiger, emotionaler Abend und "Standing Ovations" für Tara & Sten in der ausverkauften Gemeindebücherei Nußloch! Zwei tolle Stimmen, die genial zusammenpassen, zwei Gitarristen, die ihr Instrument perfekt beherrschen, zwei sympathische Musiker, die sofort den Kontakt zum Publikum herstellen konnten.
Vater und Tochter machten die Gemeindebücherei zum perfekten Auftrittsort für Ihre Songs. Wundervolle Musik, unter anderem von Amy Winehouse, Peter Gabriel und Leonard Cohen, aber auch Stens "Little piece of Happiness" und "La Llorana" (Die Weinende), ein lateinamerikanischer "Folksong" in spanischer Sprache, trafen mitten ins Herz der begeisterten Zuhörer. Vielen Dank an Tara & Sten für den perfekten Konzertabend und die "Freunde der Gemeindebücherei" für die Unterstützung dieser rundum gelungenen Veranstaltung!

Jutta Baust

 

Jutta Schoppengerd, 2. Vorsitzende,  Arne Schmidthals, Schatzmeister, Bürgermeister Joachim Förster, Joachim Gerhard, 1. Vorsitzender, Sabine Kinzinger, Schriftführerin, Jutta Baust, Büchereileiterin v.l.n.r.   Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Jutta Schoppengerd, 2. Vorsitzende, Arne Schmidthals, Schatzmeister, Bürgermeister Joachim Förster, Joachim Gerhard, 1. Vorsitzender, Sabine Kinzinger, Schriftführerin, Jutta Baust, Büchereileiterin v.l.n.r. Bild: Freunde der Gemeindebücherei

Hoher Besuch in der Bücherei -
Bürgermeister Joachim Förster war eingeladen

 

In der Gemeindebücherei freute sich die Büchereileiterin Jutta Baust darüber, Bürgermeister Joachim Förster begrüßen zu dürfen. Joachim Gerhard, der 1. Vorsitzende der Freunde der Gemeindebücherei, war mit dem gesamten Vorstand gekommen, um Herrn Förster einen großen Spendenscheck zu überreichen. Dabei durfte natürlich auch die Presse nicht fehlen, getreu dem Motto „Tue Gutes und rede davon“.
Nach der allgemeinen Begrüßung informierte Herr Gerhard über das Zustandekommen des jährlichen Spendenschecks. Dazu ging er zurück bis ins Jahr 2007, als der heutige Ehrenvorsitzende Alfred Dosch mit einigen Mitstreitern den Verein „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V.“ ins Leben gerufen hat. Es war eine Zeit knapper Gemeindefinanzen und da wollte der Verein helfen, um die Bücherei weiterhin gut mit zeitgemäßen Medien-Angeboten versorgen zu können. Der Verein, also Herr Dosch und seine Mitstreiter*innen, arbeiteten sehr erfolgreich und nach 10 Jahren umfasste der Freundeskreis 200 Personen! Herr Dosch übergab sein Amt an Herrn Gerhard, der nicht minder fleißig und erfolgreich mit seinem Vorstand arbeitet. Aktuell hat der Verein 250 Mitglieder und 20 ortsansässige Unternehmen, die als Firmen-Partner den Verein finanziell unterstützen.

Der Verein unterstützt die Bücherei, indem er die Mitgliedsbeiträge und Spenden der Bücherei zukommen lässt. Er unterstützt die Bücherei bei der Durchführung von Veranstaltungen durch aktive Mitarbeit, aber auch durch eigene Vortragsangebote. Des Weiteren bietet der Verein Vorlesestunden und Lesepatenschaften an und organisiert jährlich das Märchenzelt.

Seit ihrer Gründung 2007 machen die Freunde der Gemeindebücherei Nußloch „ihrer“ Bücherei jährlich Zuwendungen in beträchtlicher Höhe, die sich einschließlich 2019 auf fast 110.000 Euro belaufen. Damit ist der Verein seit Jahren der größte Einzelspender an die Gemeinde Nußloch.

Bürgermeister Förster zeigte sich beeindruckt und bedankte sich. Er hält die Gemeindebücherei für einen wichtigen Bestandteil der Gemeinde und unterstützt Frau Baust in ihrer Arbeit zum Beispiel durch eine personelle Verstärkung. Herr Förster freute sich über den Freundeskreis und weiß die Arbeit des Vereins zu schätzen.

Diplombibliothekarin Jutta Baust ist als Leiterin der Bücherei auch im Vorstand des Freundeskreises und zeigte sich angesichts der Unterstützung aus dem Rathaus hocherfreut. Sie legte dar, wofür das erarbeitete Geld des Freundeskreises Verwendung findet. Es gibt jeweils einen Schwerpunkt, so wurden vor zwei Jahren vor allem Bücher für Grundschulkinder angeschafft. Letztes Jahr wurden die Reiseführer aktualisiert. Dieses Jahr profitieren die Kleinsten. Es wurden „Tonie-Boxen“ mit zahlreichen Figuren (die als Datenträger fungieren) angeschafft. Damit können Kinder auf sehr einfache Art Musik hören und Geschichten lauschen. Die Kleinen sind verrückt danach und die Vorbestellliste ist lang.

Schließlich musste der Vorstand des Freundeskreises mit dem Herrn Bürgermeister und dem Spendenscheck auf Bilder gebannt werden, denn wie schon eingangs erwähnt: Eigenwerbung muss sein! Wir suchen ja ständig neue „Freunde der Bücherei“, die dann als neue Mitglieder mit dabei und herzlich willkommen sind!

Zuletzt wies Herr Gerhard noch auf die nächste Veranstaltung hin:
Am Mittwoch, 19.02.2020 um 19.30 Uhr gibt es einen Vortrag von Heiner Schmidt:

„Mein Nußloch liegt am Bergeshang“

 Gaby Hamers

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

Ein Abend voller Balladen und Gedichte mit
Dieter Degreif

 

Anlässlich des 200. Geburtstages von Theodor Fontane kam Dieter Degreif zu einem Rezitationsabend nach Nußloch. Die Leiterin der Gemeindebücherei, Jutta Baust, begrüßte den Künstler sehr herzlich.

 

Herr Degreif hatte viele schöne Balladen und Gedichte in seinem Programm. Den Anfang machte „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“. Darauf folgten „John Maynard“, „Archibald Douglas“ und „Der 6. November“. Herr Degreif rezitierte in seiner unnachahmlichen Art, er lachte und litt mit seinen Figuren mit und das Publikum tat dies auch. Herr Degreif las eine Passage aus Band 1 der Wanderungen durch die Mark Brandenburg, alles Übrige trug er frei vor.

In der zweiten Hälfte des Abends wurde es dramatisch mit „Gorm Grymme“, „Die Brücke am Tay“ und „Tom der Reimer“. Teil seiner durchdachten Dramaturgie war es auch, das Publikum mit dem Finale seines Programms dann nochmal kräftig zum Lachen zu bringen: mit „Summa summarum“, „Drehrad“ und anderen kleinen Gedichten.

Das Ende wurde den Anwesenden dann noch zusätzlich durch die Ankündigung versüßt, dass Degreif für das kommende Jahr einen Abend mit den Moabiter Sonetten von Albrecht Haushofer gestalten wird.

 

Zum Abschied erhielt Degreif dann von Jutta Baust ein Geschenk und vom Publikum das, was einen Künstler wie ihn am allermeisten freut: langen Applaus.

Im Foyer bedankte sich eine Besucherin mit den Worten: „Herr Degreif, es ist immer wieder ein Genuss, Sie zu erleben!“ Der Eindruck drängte sich auf, dass die Schar der treuen Degreif-Fans ihr geschlossen zustimmen wollte. Auch die Aussage, „Dieter Degreif könnte auch aus dem Telefonbuch vortragen und ich wäre begeistert“ fand schmunzelnde Zustimmung. Das dem innewohnende Kompliment, das beschreibt, dass es nicht nur darauf ankommt, was vorgetragen wird, sondern auch von wem und wie, ist es eben, was einen Abend mit Dieter Degreif so besonders macht.

Gaby Hamers

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

Leuchtendes Adventsfenster und leuchtende Kinderaugen

 

Die Vorleserinnen des Freundeskreises der Gemeindebücherei hatten sich wieder viele Gedanken und noch mehr Mühe gemacht, wie der „Lebendige Adventskalender“ in diesem Jahr aussehen sollte.

 

Am 10. Dezember 2019 konnten die anwesenden Kinder im Dachgeschoss der Bücherei gemeinsam, von der Mitarbeiterin der Gemeindebücherei Gesche Hagmann präsentiert, die Geschichte „Herr Eichhorn und der erste Schnee“ in Form eines Bilderbuchkinos erleben. Anschließend bastelten Vorleserinnen und Kinder passend zum Thema „Winter und Schnee“ Eiskristalle aus Zeitungspapier, diese wurden bemalt und verschönerten schließlich den Windfang, der als Adventsfenster diente. Zunächst verhüllt, wurde er nach der Öffnung noch beleuchtet, um besonders schön zu strahlen.

 

Zur angekündigten Öffnung um 17 Uhr waren sehr viele Kinder mit Eltern oder Großeltern gekommen. Der kleine Platz vor dem Eingang der Bücherei war proppenvoll. Die stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises der Bücherei, Jutta Schoppengerd, begrüßte die Anwesenden sehr herzlich. Helga Scheid begleitete auf der Gitarre die gemeinsam gesungenen Lieder „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und „Aaa der Winter der ist da“. Nun wurde das mit Schneeflocken geschmückte Fenster von seiner Verhüllung befreit und konnte bewundert werden.

 

Am Ende gab es für alle Tee, Punsch und Plätzchen und die Hoffnung, dass das Thema Winter und Schnee nicht nur in Geschichten, Musik und Verzierungen, sondern auch in der Realität vorkommen möge!

 

Gaby Hamers

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Frau Dyllong und Herr Dosch; Freunde d. Gemeindebücherei
Frau Dyllong und Herr Dosch; Freunde d. Gemeindebücherei

Märchenhaftes Märchenzelt der VorleserInnen der "Freunde der Gemeindebücherei Nußloch"

 

Auch dieses Jahr war der Benzenickel-Bazar wieder ein schönes vorweihnachtliches Erlebnis rund um den Lindenplatz. Viele Vereine präsentierten sich mit Leckereien zum Essen und Trinken, der Jugendchor der Musikschule sang adventliche Lieder, der Weihnachtsmann  kam vorbei und vieles mehr. Die VorleserInnen der „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V.“ hatten wie immer ein Zelt aufgebaut und lasen Märchen vor. Es gab die bekannten und beliebten Grimms Märchen, aber auch russische oder moderne Märchen zu hören. Das Märchenzelt war wieder  wunderschön. Von außen vielversprechend und von innen stimmungsvoll glitzernd im (LED)-Kerzenschein.  Das Zelt  war stets gut besucht. Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen hatten ihren Spaß daran, in die Welt der Märchen einzutauchen.

Wie immer geht der Dank an Renate Dyllong für die großzügige Spende, die das Märchenzelt erst möglich macht. Dann natürlich danke an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer! Durch sie wurde die Veranstaltung ein voller Erfolg!

Wer neugierig geworden ist auf den Freundeskreis der Gemeindebücherei, melde sich gerne in der Bücherei oder in der Buchhandlung Kempf. Der Freundeskreis freut sich über neue Mitglieder und über VorleserInnen und LesepatInnen.

Gaby Hamers

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

Zauberei in der Gemeindebücherei

 

„Die Magie des Moments“ nannte Zauberer Maximus die Show, mit der er das Nußlocher Publikum bezauberte und verzauberte.

Maximus, der mit bürgerlichem Namen Daniel Schirner heißt, wurde von Susanne Kiefer, der Leiterin der VHS Nußloch, vorgestellt. Der Zauberer, in Nußloch geboren, war vor vielen Jahren schon einmal in der Bücherei aufgetreten, erzählte Frau Baust. Maximus ergänzte, dass er sogar durch ein in der Nußlocher Bücherei ausgeliehenes Zauberbuch für Kinder zu dem Hobby Zaubern kam. Inzwischen hat Maximus längst das Zaubern zum Beruf gemacht.

 

Der Magier stürmte gut gelaunt auf die Bühne und begann mit Tricks und Kniffen das Publikum zum Staunen zu bringen. Er begann damit, Flaschen in geschlossenen Dosen vom Boden auf den Kopf und umgekehrt zu stellen und bevor man sich einen Reim darauf machen konnte, hatte der Magier die Wasser- und Wodka-Flaschen in Milch- und Bierflaschen verwandelt. So ging es Schlag auf Schlag, es blieb keine Zeit, um sich von der ungläubigen Verwunderung zu erholen.

Das Publikum applaudierte heftig und kam aus dem Staunen nicht heraus. Es gab Kartentricks und Seiltricks, bei denen man seinen Augen nicht traute. Die Kaninchen waren bei Maximus nicht lebendig, sondern aus Holz und in einer verschlossenen Kiste. Trotzdem gelang es Maximus, das schwarze und das weiße Kaninchen zu vertauschen. Eine Zuschauerin glaubte, den Trick durchschaut zu haben, aber weit gefehlt, es wurde noch schöner: die Kaninchen waren nun rot und grün!

 

Nach der Pause brachte der Künstler weitere Überraschungen mit. Ein Zauberbuch, aus dem er zunächst eine Menge Geldscheine herausschüttelte, danach fischte er eine Bierflasche aus dem Buch und zu guter Letzt rollte ein großer Würfel aus dem Buch.

 

Maximus holte immer wieder Freiwillige auf die Bühne, denn er brauchte ab und an Assistenten. Überhaupt war er immer im humorvollen Dialog mit dem Publikum. Er erklärte, dass all jene, die in den ersten zwei Reihen sitzen, schon gewusst hätten, dass sie dann auf die Bühne geholt werden beziehungsweise nur deshalb dort säßen.

 

Besonderen Spaß machte es den Jüngeren, wenn sie assistieren durften. Beim gefährlich aussehenden Karottenschneider und der Nagelkiste musste sich allerdings eine Erwachsene trauen und den „Schmerzfreiigkeitstest“ machen. Es funktionierte Gott sei Dank, die Dame verließ unverletzt das Podium. Bei allen Zauberkunststücken war selbstverständlich auch immer reichlich „Zaubersalz“ nötig.

 

Das Publikum war restlos begeistert und wollte den Zauberer gar nicht gehen lassen. Er gab natürlich gerne eine Zugabe. Da das Publikum gar nicht genug von ihm bekommen konnte, tröstete er es mit dem Hinweis auf seine weiteren Familien- und Neujahrszaubershows in der Umgebung. Auch Zauberworkshops bietet er an für kleine oder größere Zauberlehrlinge. Jutta Baust, die Leiterin der Nußlocher Gemeindebücherei versprach zum Schluss, Maximus bald wieder in die Bücherei einzuladen.

 

Gaby Hamers 

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

Tierische Lesenacht zwischen Bücherregalen mit den Vorleserinnen der Fördervereins

 

Wenn nachts Kinder mit Taschenlampen durch die dunkle Bücherei geistern, dann ist wieder Lesenacht! Zur „Tierischen Lesenacht zwischen Bücherregalen“ waren Kinder von der zweiten bis zur fünften Klasse am 28. Oktober 2019 von der Bücherei eingeladen: „Vorlesespaß, Basteln, Buffet und Schmökern“ lautete der Untertitel des Abends, der mit der tatkräftigen Unterstützung von sechs Vorleserinnen des Fördervereins realisiert wurde. Innerhalb weniger Tage waren alle Plätze vergeben und 20 Kinder fieberten dem Abend entgegen, an dem sie mit Decken, Kissen und Taschenlampen die Bücherei besetzen durften. Es wurde gespielt, Tiermasken gebastelt und davon in einer Fotoecke Polaroids gemacht, sowie in vier Vorlesegruppen spannenden Tiergeschichten gelauscht. Ein Highlight war das „tierisch“ leckere Fingerfood-Buffet, von den Vorleserinnen liebevoll vorbereitet. Ein kleines Mitmachtheater und das Gestalten des Lesenacht-Mottos schlossen sich an, bevor die Kinder es sich auf ihren Lagern im Saal gemütlich machten. Jetzt kamen die Taschenlampen zum Einsatz, denn die Bücherei war stimmungsvoll mit Lichterketten erhellt. „Nur noch schleichen und flüstern!“ Es kehrte Ruhe ein, die eine ganze Stunde anhielt, denn alle Kinder schmökerten oder kuschelten, bis um Schlag 22.00 Uhr der Zauber vorbei war und die Eltern ihre müden, aber glücklichen Kinder abholten. Ein toller Abend für alle Beteiligten!

 

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

Frederic Hormuth zu Gast in der Gemeindebücherei

mit dem Programm „Bullshit ist kein Dünger“

Am 16.10.2019 begrüßte die Leiterin der Gemeindebücherei, Frau Jutta Baust, den Kabarettisten Frederic Hormuth in der Nußlocher Bücherei. Sie berichtete, dass Hormuth vor 20 Jahren schon einmal in der Bücherei zu Gast gewesen sei, inzwischen aber einen fulminanten Senkrechtstart hingelegt habe. Frederic Hormuth tritt deutschlandweit mit seinem Kabarett- und Musikprogramm auf und dementsprechend war die Veranstaltung in Nußloch ausverkauft.

Der Kabarettist stürmte auf die Bühne und erlöste das Publikum vom aus dem Lautsprecher tretenden Lärm aus sinnlosen Sprachfetzen und Floskeln indem er auf den roten Knopf drückte. Soviel Unsinn, ach nein :Bullshit! Frederic Hormuth erklärte, dass die Bezeichnung Bullshit zwar englisch, aber nicht von den Engländern erfunden sei. Obwohl, Rinderwahn? Brexit? Vielleicht doch? Frederic Hormuth klärte weiter auf. Bullshit ist nicht der Politik vorbehalten, nein auch im Sport und in der Werbung wird gerne gebullshittet! Wir lernen, bullshitten ist natürlich auch als Verb zu gebrauchen.

Bullshit- Beispiel aus der Politik:
Beatrix von Storch zur Klimaerwärmung: „auch wenn wir alle zu Fuß gehen und nur noch Brokkoli essen, das ist der Sonne egal“. Ähnlich kluge Sätze gibt es selbstverständlich auch von Donald Trump, dem King of Bullshit.

Der Vorschlag von Bundesverkehrsminister Scheuer, den Führerschein für Auto und Motorrad immer gleichzeitig zu machen ist Bullshit als bewusstes Ablenkungsmanöver. Der Untersuchungsausschuss wegen der LKW Maut stand gerade vor der Tür.

Beispiele aus dem Sport gibt es zahlreiche, um nur eines zu nennen: „Vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl“ – na Bravo!

Nach einem Feuerwerk an Beispielen von Absurditäten – Seehofer zum Thema Heimat, Trump und Bannon, Jens Spahn als Gesundheitsminister zum Thema Harz IV und Armut – setzte sich Hormuth immer wieder ans Klavier und sang fetzige Lieder.

Nach der Pause ging es weiter mit der Kritik an der Politik insgesamt. Frederic Hormuth nahm keinen aus und schonte niemanden. Er redete sich richtig in Rage und zog das Publikum mit. Die Stimmung stieg und der Künstler tanzte auf der Bühne herum. Nach einem kräftigen Applaus sang Hormuth als Zugabe ein sehr schönes – seinem Honigbrot gewidmetes – Liebeslied.

Sehr stimmungsvoll begleitete ein Lichttechniker der Firma Grenzfrequenz den Abend. Obwohl die Farben von Rottönen nach Blau wechselten, war die Beleuchtung dezent und perfekt auf den Kabarettisten abgestimmt.

Die Stimmung war auch nach Ende der Vorstellung ausgezeichnet. Die Helferinnen und Helfer an der Getränkeausgabe hatten alle Hände voll zu tun. Ein gelungener Abend!

Gaby Hamers

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

"Exil unter Palmen" ist der Titel des Buches, das Frau Dr. Magali Nieradka-Steiner am 18.09.2019 in der Gemeindebücherei vorstellte. 

 

Der 1. Vorsitzende des Freundeskreises, Herr Joachim Gerhard, begrüßte zunächst die Schriftstellerin, Frau Nieradka-Steiner und das Publikum. Er drückte seine Freude aus, dass es ihm gelungen war, die Autorin für die Veranstaltungsreihe „Kultur am Mittwoch“ zu gewinnen.

 

Frau Nieradka-Steiner ist Deutsch-Französin und hat einige Jahre in Sanary-sur-Mer gelebt und dort für ihr Buch recherchiert. Das malerische Fischerdorf Sanary-sur-Mer, bei Toulon gelegen, wurde zum Fluchtpunkt deutscher Intellektueller. Es waren vor allem Schriftsteller wie Ernst Troller, Bert Brecht, Lion Feuchtwanger und Thomas Mann, die sich dort trafen. Alle waren durch die bedrohliche Situation in Deutschland ab 1933 gezwungen, ins Exil zu gehen. In Sanary gibt es eine Gedenktafel mit 68 Namen deutscher Exilanten. Die wohlhabenderen Künstler konnten den Ärmeren helfen. 1933 kam die Familie Mann nach Sanary. Thomas Mann veränderte sich in dieser angenehmen Umgebung. Er wurde entspannter und arbeitete sehr gern in seiner „Villa La Tranquille“. Lion Feuchtwanger lebte ebenfalls 1933 in Sanary. Seine „Villa Valmer“ wurde zum Mittelpunkt und Treffpunkt der Intelligenz. Andere Dichter, wie zum Beispiel Hermann Kesten, die sich keine Villa leisten konnten, schrieben im Café. So waren natürlich auch die Cafés Treffpunkte für alle Entwurzelten.

Bei Ausbruch des Krieges war es mit der Idylle im Fischerdorf vorbei. Die deutschen Exilanten waren von nun an feindliche Ausländer. Wer nicht rechtzeitig emigrierte, wurde deportiert, interniert und ermordet. Das Buch erzählt sowohl die universale Katastrophe als auch individuelle Schicksale. So wurde zum Beispiel Lion Feuchtwanger aus dem Lager Les Milles befreit durch die Amerikaner. Diese hatten zufällig durch ein Foto den in Amerika viel gelesenen und berühmten Dichter im Lager entdeckt und in einer Nacht- und-Nebelaktion nach Amerika „entführt“. Wenige der Verfolgten blieben in Sanary, viele trafen sich in Los Angeles wieder. So wurde Hollywood zu einem gigantischen Sanary.

 

Am Ende dieser lebendigen, mit Fotos versehenen Lesung empfiehlt Frau Nieradka-Steiner allen an dieser Geschichte Interessierten, das Buch „Mein Weg über die Pyrenäen“ zu lesen. Das Publikum bedankte sich mit Applaus und stellte noch einige Fragen zum Buch und seiner Geschichte.

Herr Gerhard bedankte sich bei der Autorin mit warmen Worten und einem Herbstblumenstrauß aus seinem eigenen Garten.

 

Gaby Hamers 

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

Ferienprogramm der Freunde der Gemeindebücherei am Montag, 29.07.2019

 

Gleich zu Beginn der Sommerferien fand die erste Veranstaltung im Rahmen des Ferienprogramms der „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch“ statt: „Rund um die Ferien: Lustige Geschichten und dein eigenes Ferienbuch“ lautete das Thema des Vormittags. Zum Warmwerden gab es ein lustiges Quiz zu Buchhelden, dann ging es je nach Alter in die Vorlesegruppen. Die Vorleserinnen hatten Geschichten vorbereitet, die sehr gut bei den Kindern ankamen und auf die Ferien einstimmten. Im Dachgeschoss wurde danach fleißig gefaltet, geschnitten und geklebt, und so entstanden tolle kleine Blankobücher, in die die Kinder ihre Ferienerlebnisse malen oder schreiben können. Selbst eine kleine Tasche für Eintrittskarten oder andere Erinnerungen ist im Büchlein vorhanden. Mit „Schöne Ferien“ verabschiedete man sich, denn die nächste Vorlesestunde findet nach Schulbeginn am 17. September 2019 wie gewohnt um 16.00 Uhr statt.

 

Ferienprogramm der Freunde der Gemeindebücherei
am Mittwoch, 04.09.2019 

 

Merkwürdiges Treiben in der Gemeindebücherei

 

Hühner fallen mit „Kikeribumm!“ von der Stange und Fledermäuse werden durch die „Burg Flatterstein“ katapultiert! Pinguine liefern sich eiskalte Verfolgungsjagden mit dem Hausmeister in der Schule und „Spinderella“ wird auf Ameisenjagd durch ein dichtes Blätterdach abgeseilt! Schildkröten kämpfen sich durch knifflige Wellen und ein Rabe wird im „Obstgarten“ an einem dreisten Kirschendiebstahl gehindert! In „Sagaland“ sind verborgene Schätze zu beschaffen und auf der „Geistertreppe“ verschwinden Spielfiguren unter Gespenstern!

 

Bilder: Freunde der Gemeindebücherei
Bilder: Freunde der Gemeindebücherei

Überhaupt nicht merkwürdig fanden das die TeilnehmerInnen bei diesem Kinderferienprogramm in der Bücherei. 23 Kinder nutzten die Gelegenheit, bekannte Spiele mit neuen MitspielerInnen oder unbekannte Spiele mit fach- und regelkundiger Begleitung durch die Freunde der Gemeindebücherei auszuprobieren.

Wir bedanken uns bei den Kindern für den angenehmen und tollen Spielevormittag.

 

Wer Lust bekommen hat, auch wieder einmal zu spielen, kann das Angebot der Bücherei nutzen: Pro Leseausweis kann ein Spiel für

14 Tage ausgeliehen werden.                                                                         

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

Kultur am Mittwoch - Vortrag am 15.05.2019:
Lawrence von Arabien - Freiheitsheld oder Verräter?


Warum wurde aus Thomas Edward Lawrence, geboren im Jahr 1899 als eines von fünf unehelichen Kindern eines Kindermädchens und ihrem früheren Arbeitgeber, der legendären Lawrence von Arabien obwohl es zu jener Zeit an gleicher Stelle noch etliche andere, schillerndere oder einflussreichere Protagonisten gab? Dieser Frage gingen Referent Hagen Schmid und seine sehr interessierten Zuhörer

bei der Veranstaltungsreihe „Kultur am Mittwoch“ in der Gemeindebücherei Nußloch in einem kurzweiligen Vortrag nach.  

 

Auf arabischer Seite führten Huseyin Ibn Ali, Großscherif von Mekka und seine Söhne – gefördert durch das britische Versprechen eines Großarabischen Reiches – einen Aufstand gegen das osmanische Reich an, welches zur damaligen Zeit die Vorherrschaft über die Arabische Halbinsel hatte. Ein weiterer britischer Verbündeter war Abdulaziz Ibn Saud in Zentralarabien, dem ebenfalls ein unabhängiges Reich in Aussicht gestellt wurde. Die Briten ihrerseits wollten ihren Einfluss in der Region stärken u.a. im Hinblick auf die erwarteten Ölvorkommen.

 

Auf britischer Seite war mit Gertrude Bell eine vielseitige, emanzipierte Frau am Werk. Sie bereiste unter anderem als Archäologin den Nahen Osten, sprach viele Sprachen sowie Dialekte, kannte die Mentalität arabischer Stämme sehr gut und war nach Ende des I. Weltkrieges als sog. „Orientsekretärin“ und unter anderem beratend bei der Grenzziehung in den von den Briten besetzten Gebieten tätig. Sie beriet Thomas Edward Lawrence sowie Harry St. John Philby bei ihrer Spionagetätigkeit für den britischen Geheimdienst.

 

Letzterer beriet Abdulaziz Ibn Saud während des Aufstandes, vertrat dessen Interessen in Großbritannien und baute ein Handelsimperium auf.

 

Das Osmanische Reich erhielt Unterstützung von deutscher und von österreichischer Seite. Alois Musil alias Sheik Musal, gebürtiger Österreicher, sprach 28 verschiedene Dialekte und hielt während des I. Weltkrieges große Stämme im Norden von Arabien vom Kampf gegen die Türken ab. Der deutsche Diplomat Wilhelm Waßmuß (Lawrence von Persien) sowie der Bankierssohn, Diplomat und Archäologe Max von Oppenheim, der aufgrund seines Wirkens den Beinamen Abu Djihad erhielt, waren ebenfalls während des I. Weltkrieges im Kampf gegen die Briten beratend tätig.

 

Warum also rankt der Mythos alleine um E.T. Lawrence? Er sammelte während archäologischer Ausgrabungen umfangreiche Kenntnisse in der arabischen Sprache und im Umgang mit den einheimischen Arbeitern, d.h. den „einfachen“ Leuten. 1916 erhielt er den Auftrag, die Hedjaz-Bahn zu erkunden und die arabische Revolte gegen die Türken weiter anzufachen. Das britische Militär wendete erhebliche finanzielle Mittel auf, die auch dazu eingesetzt wurden, Beduinenstämme als Mitstreiter zu gewinnen.

 

Die Hedjaz-Bahn, eine Zugverbindung, welche über 1.350 km von Damaskus nach Medina führte, wurde 1908 in Betrieb genommen. Die Strecke führt durch unwegsames Gelände und wurde im Auftrag des türkischen Sultans errichtet. Der Bau lag in der Hand vor allem deutscher Ingenieure, und auch bei den noch vorhandenen Gleisanlagen und Lokomotiven finden sich Namen deutscher Hersteller.

 

Hagen Schmid bereiste die heute noch in Betrieb befindlichen Teilstrecken – insgesamt 300 bis 400 km – bereits drei Mal und hatte den Besuchern der Bücherei einige seiner Fotos von diesen Reisen mitgebracht: Lokomotiven, die seit Sprengungen in der arabischen Revolte neben der Strecke liegen, verlassene Bahnhöfe die wie Festungen anmuten, Brücken über ausgetrocknete Flusstäler (Wadis) und Luftbilder vom Streckenverlauf.

 

Die bis zur Fertigstellung der Bahn 40 Tage dauernde Pilgerroute nach Mekka per Kamel wurde auf wenige Tage verkürzt, aus diesem Grund spendeten Muslime aus der ganzen Welt für den Bau der Bahn. Die in der Region lebenden Beduinenstämme fürchteten dagegen um ihre Einnahmequellen (aus Überfällen auf die Pilgerkarawanen) sowie um den Erhalt der Wasserlöcher; letztere waren durch den enormen Wasserverbrauch der Dampflokomotiven gefährdet.

 

Mit den für den Aufstand gewonnenen Beduinenstämmen waren strategisch organisierte Angriffe nicht möglich. Lawrence, der selbst wenig Militärerfahrung hatte, wandte daher Taktiken des Guerillakrieges an, welche sich insbesondere gegen die Hedjaz-Bahn richteten. Die Hafenstadt Akaba nahm der Stamm der Howeitat unter der Führung von Auda Abu Tayi und Lawrence (vom türkischen Militär unerwartet) von der unwegsamen Landseite her ein. Der Umgang der Beduinen mit den Besiegten – maximale Beute, keine Gefangenen – entsprach nicht dem Kriegsrecht; eine Änderung der Machtverhältnisse lag nicht im Interesse der auch zuvor schon unabhängig agierenden Nomadenstämme.

 

Im Oktober 1918 nahm Emir Faisal, Sohn von Huseyin Ibn Ali, auf Anraten von Lawrence Damaskus noch vor dem britischen Militär ein und versuchte mit der Bildung einer provisorischen arabischen Regierung Fakten zu schaffen.

 

Nach Kriegsende war Lawrence als Dolmetscher bei der Friedenskonferenz in Paris (1919) und versuchte auch dort die Interessen Faisals zu vertreten. Dieser willigte unter der Bedingung eines unabhängigen arabischen Staates in das Faisal-Weizmann-Abkommen ein. Die britische Regierung sah sich jedoch an keine der mit den Arabern getroffenen Vereinbarungen gebunden – einer der Gründe für den Nahostkonflikt.

 

Den wohl größten Anteil an dem Mythos des Lawrence von Arabien hatte der amerikanischer Filmemacher Lowell Thomas. Der Beitritt der USA zum ersten Weltkrieg war in der US-amerikanischen Bevölkerung wenig populär und Thomas wurde damit beauftragt, Filme von der Front zu erstellen, die das ändern sollten. Die nach Kriegsende gezeigten Filme, umrahmt von orientalisch gekleideten Tänzerinnen und mit Musikbegleitung, waren Kassenschlager – zunächst in Großbritannien, dann auch in USA und Australien.

 

Lawrence trieben widerstreitende Gefühle hinsichtlich der Vermarktung seiner Geschichte um. Einerseits wollte er die Aufführung der Filme untersagen, andererseits posierte er für Werbefotos. Er selbst verfasste über den arabischen Aufstand das Werk „Die sieben Säulen der Weisheit“; sein einziges Manuskript ging bei einer Zugreise verloren, Lawrence schrieb deshalb eine weitere Fassung aus dem Gedächtnis. Inwieweit diese Fassung die tatsächlichen Geschehnisse wiedergibt ist unklar.

Der auf dem Buch basierende und mit sieben Oscars prämierte Film aus dem Jahr 1962 mit Peter O'Toole als Lawrence von Arabien wurde schließlich zum Klassiker.

 

Spätere Versuche von Lawrence, mit Huseyin Ibn Ali Kontakt aufzunehmen, blieben erfolglos, er galt als Verräter an den arabischen Unabhängigkeitsbestrebungen, da ihm die widersprüchlichen britischen Zusagen bekannt waren. Er starb 1935 an den Folgen eines Motorradunfalls.

 

Ute Moser

Bericht der Mitgliederversammlung der „Freunde der Gemeindebücherei Nußloch e.V.“ im März 2019

 

Die jährliche Mitgliederversammlung fand am 25. März in der Bücherei statt. Der Besuch war nicht sehr zahlreich, was zwei Gründe haben könnte. Es waren Neuwahlen angekündigt, da bleibt manch einer lieber zuhause, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, gewählt zu werden. Aber tatsächlich war der Grund wohl eher der, dass die Einladung dieses Jahr erstmals nur in der RaRu veröffentlicht war. Der Vorstand fand die schriftlichen Einladungen nicht mehr zeitgemäß (Papierverbrauch und Portogebühren). Allerdings muss in Zukunft vielleicht eine persönliche Einladung per E-Mail erfolgen.

 

Der Vorsitzende des Freundeskreises, Herr Gerhard, begrüßte alle Anwesenden und stellte die ordnungsgemäße Ladung und die Beschlussfähigkeit fest. Er bedankte sich bei seinen Vorstandskolleginnen Silvia Elisabeth Redeker, mit der er sehr gut zusammengearbeitet hatte und lobte die Kompetenz von Schriftführerin Sabine Kinzinger, die sich auch um die Homepage der Bücherei gekümmert hatte. Herr Gerhard teilte den Anwesenden mit, dass das vergangene Jahr ein Rekord-Spendenergebnis gebracht hatte. Um diese Tatsache öffentlich sichtbar zu machen, gab es auf Initiative von Büchereileiterin Jutta Baust eine Veranstaltung im Rathaus, bei der ein Scheck überreicht wurde und die Presse darüber berichtete. Die größten Spender waren unser Ehrenvorsitzende Herr Dosch, Frau Dyllong und Herr Degreif. Ein besonderer Dank ging an sie, sie waren auch alle anwesend.

 

Herr Gerhard erwähnte, dass die Musiker von Cool Breeze eine Pause einlegen, was ihre Auftritte in Nußloch betrifft. Herr Gerhard würde gerne eine neue Reihe  installieren: Kultur am Mittwoch. Er selbst bestritt schon zwei gut besuchte Abende mit Vorträgen über Rudi Baerwind und über Thomas Mann.

 

Die 2.Vorsitzende Silvia Redeker berichtete über das  Lesepaten-Projekt in der Lindenschule. Es sei sehr erfolgreich und auch sehr notwendig und mit großer Dankbarkeit seitens des Lehrerkollegiums und der Rektorin angenommen.

 

Frau Jutta Kempf berichtete als Organisatorin des Lesepaten-Projektes in der Schillerschule. Das hatte ein paar Jahre pausiert, ist nun aber wieder erfolgreich angelaufen. Beide Lesepaten-Projekte könnten mehr personelle Unterstützung gebrauchen.

 

Für die Gruppe der Vorleser*innen berichtete Christiane Köken: Nach wie vor findet in der Schulzeit jeden Dienstag um 16 Uhr die beliebte Vorlesestunde in zwei Altersgruppen statt. Wenn die Kinder 10 mal anwesend waren, bekommen sie als Geschenk eine kleine Nussi-Lesemaus. Es lesen momentan 13 Vorleserinnen und ein Vorleser. Als zusätzliches Angebot will man zwischen den Oster- und Sommerferien eine monatliche Samstag-Vorlesestunde testen, in der auch Brettspiele der Bücherei gespielt  werden. Christiane Köken berichtete von weiteren Aktionen  der Vorleser*innen wie  einer besonderen Vorlesestunde zum Internationalen Kinderbuchtag, dem Ferienprogramm, dem Märchenzelt und der Adventsfenster-Öffnung.

 

In den Osterferien wird es am Dienstag den 16.04.2019 von 15 bis 18 Uhr einen Spielenachmittag für Kinder und Familien in der Bücherei geben.

 

Frau Jutta Schoppengerd berichtete vom Märchenzelt. Es sei inzwischen ein Selbstläufer, man brauche nicht mehr viel Werbung zu machen. Das Highlight in diesem Jahr war, dass die Kinder schon vor Beginn am  Zelt auf die Öffnung warteten.

 

Büchereileiterin Jutta Baust hatte nun das Wort. Sie erzählte von der Lesenacht, die mit dem Titel „Monster in der Bücherei“ stattfand. Die Vorleserinnen kümmerten sich um 22 Kinder, alle fanden es supertoll! Frau Baust berichtete weiterhin, dass es einen Vorlesewettbewerb in der Lindenschule gegeben hat, bei dem Frau Baust und einige Vorleserinnen in der Jury saßen.

 

Diplombibliothekarin Jutta Baust erklärte nun, wie das Spendengeld von 15000 € angelegt wurde. Es wurden 120 Spiele angeschafft, die sehr gut ankamen und ständig in der Ausleihe sind. Dann wurde der Buchbestand ausgemistet. Vor allem Sachbücher, auch im Kinder- und Jugendbuchbereich, mussten aktualisiert werden. Die Bestandsrevision geht weiter.

Reiseführer werden viel genutzt, veralten aber sehr schnell. Bei  Oster-, Frühlings- und Bastelbücher gibt es viel Neues. Für den Leseraum wurden bequeme Drehsessel angeschafft, die Kinderbuchecke wird modernisiert.

 

Personell gab es in der Bücherei Veränderungen. Nach dem Weggang von Frau Choulhod  ist Frau Gesche Hagmann an der Seite von Frau Baust und seit dem 1. Februar 2019 Büchereifachangestellte Frau Carmen Certa.

 

Frau Baust wird ihren Bericht am 10. April 2019 vor dem Gemeinderat vortragen. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen, zuzuhören.

 

Den Bericht des Schatzmeisters übernahm der 1.Vorsitzende Joachim Gerhard. Er sagte, dass die Zusammenarbeit mit Herrn Schmidthals, auch in dessen berufsbedingter Abwesenheit, sehr gut funktioniere.

 

Den Bericht der Kassenprüfer trug Frau Christiane Köken vor. Alles war zur Zufriedenheit der Kassenprüfer.

 

Die Entlastung des Vorstandes (natürlich einstimmig) nahm der Ehrenvorsitzende Herr Dosch vor. Danach standen die Neuwahlen an. Da die bisherige Stellvertreterin Silvia Redecker das Amt abgeben wollte, stellte sich Frau Jutta Schoppengerd zur Verfügung und wurde einstimmig gewählt.

 

Somit besteht der neue Vorstand aus dem 1. Vorsitzenden Joachim Gerhard, 2. Vorsitzende Jutta Schoppengerd, Schatzmeister Arne Schmidthals, Schriftführerin Sabine Kinzinger. Zu Kassenprüfern wurden wieder Christiane Köken und Jochen Hamers gewählt.

 

Da die anwesenden Mitglieder keine Fragen mehr hatten, konnten alle den Heimweg antreten in der Gewissheit, dass auch in Zukunft alles gut weitergehen wird.

 

Gaby Hamers

Bild: Freunde der Gemeindebücherei
Bild: Freunde der Gemeindebücherei

 

Unterwegs im Baltikum - Ein Besuch bei Thomas Mann

 

Der 1. Vorsitzende der Freunde der Bücherei, Joachim Gerhard, hatte am 31.01.2019 eingeladen zu einem Vortrag über eine Reise durch das Baltikum und zu einem Besuch bei Thomas Mann.

Herr Gerhard begrüßte die zahlreichen Gäste. Er warb zunächst für sein Anliegen, ab und zu einen Vortrag oder eine andere kulturelle Veranstaltung in der Gemeindebücherei anzubieten. Wer sich dazu berufen fühle, möge ihn ansprechen. Vor allem im Hinblick darauf, dass Dieter Degreif seine Vortragstätigkeit nur noch begrenzt anbietet, wäre es schön, wenn daneben etwas Neues angeboten werden könnte.

 

 Nachdem Herr Gerhard im April 2018 mit seiner Frau eine Reise ins Baltikum unternommen hatte, kam er begeistert zurück und wollte andere an seiner Begeisterung teilhaben lassen. Herr Gerhard entführte das Publikum zunächst nach Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Dort gibt es sowohl schöne gotische Kirchen als auch moderne Bürotürme und Plattenbauten. Zu den Erzählungen gab es natürlich immer tolle Fotos zu sehen. Zum Beispiel von der absolut sehenswerten Wasserburg in Trakai. Die älteste Stadt Litauens, Klaipeda stand auch auf dem Programm. Die schöne Altstadt, am Hafen gelegen, sowie das Ännchen von Tharau - Denkmal vor dem Rathaus - waren weitere Besichtigungspunkte. Die lettische Hauptstadt Riga glänzt mit dem Dom und einem Jugendstil-Viertel mit wunderschönen Häuserfassaden. In Estland lockt dann Tallinn, an der Ostsee gelegen, als kulturelles Zentrum des Landes. Sehenswert sind unter anderem das Schloss Katharinental und die Alexander-Newski-Kathedrale.

 

Den Bogen zu Thomas Mann zu schlagen, war für Herrn Gerhard nicht schwierig. Das Sommerhaus der Familie Mann steht in Nida auf der Kurischen Nehrung. Daher beleuchtete er nun eine kurze Episode im Leben des Nobelpreisträgers Thomas Mann. Bei einem Aufenthalt im Künstlerdorf Nidden (heute Nida) im Sommer 1929 waren Thomas und Katja Mann so begeistert von der Dünenlandschaft zwischen Ostsee und Kurischem Haff, dass sie sich innerhalb von drei Tagen dazu entschlossen, dort ein Ferienhaus bauen zu lassen. Hier verbrachte die Familie mehrere Sommer, bis der Nationalsozialismus über die deutsch-litauische Grenze hinweg auch diesen Teil der Nehrung erreichte. Thomas Mann ging daraufhin ins Exil nach Sanary sur mer, nicht ahnend, dass er nie mehr nach Nidden zurückkehren würde. Später bezeichnete Thomas Mann die Zeit in Sanary als glücklichste Etappe seines Exils. Herr Gerhard erzählte den Zuhörern vieles über die politischen Zustände der damaligen Zeit und wie sie sich auf das Leben und Schaffen von Thomas Mann ausgewirkt hatten. Sehr unterhaltsam waren die Fotos der Familie Mann und die Geschichten aus dem Leben des Nobelpreisträgers und seiner insgesamt sehr selbstbewussten Familie. Das Sommerhaus der Manns wurde originalgetreu restauriert und dient heute als Thomas-Mann-Kulturzentrum.

 

Herr Gerhard beendete seinen Vortrag, dankte den Besuchern und lud alle zu einem Glas Sekt oder Selters ins Foyer ein. Er erwähnte, dass alle Spenden der Gemeindebücherei zu Gute kämen. Das Publikum bewies seine Begeisterung durch einen kräftigen Applaus. Am Ende des lebendigen Vortrags ging es vielen Zuhörern so: Man hätte gerne noch mehr über das Baltikum gesehen und gehört, gleichzeitig auch noch viel mehr über Thomas Mann wissen wollen. Aber für den einen Abend war es nun genug, wir freuen uns auf den nächsten Vortrag!

 

Gaby Hamers

 

 

60 brandneue Reiseführer stehen zur Ausleihe bereit!

Von Athen über Kroatien bis Venedig, alle beliebten Reiseziele sind unter den 60 neuen Reiseführern, die ab sofort ausgeliehen werden können. Finanziert wurde die Bestands-auffrischung von den "Freunden der Gemeindebücherei Nußloch e. V." die bei einem Durchschnittspreis von € 15 pro Band dafür fast 900 Euro zur Verfügung gestellt haben.

 

Herzlichen Dank!

Bericht der Mitgliederversammlung am 19.03.2018

 

Der 1. Vorsitzende Joachim Gerhard begrüßte die Anwesenden, insbesondere die Mitglieder des Vorstands und des ehemaligen Vorstands, den Ehrenvorsitzenden Alfred Dosch und Ehrenmitglied Eberhard Ruhm.

 

2017 hat der Verein der Gemeindebücherei insgesamt 11.671,04 EUR zugewandt, womit 927 Bücher und andere Medien beschafft werden konnten. Herr Gerhard dankte den Mitgliedern, allen Partnern sowie den Spendern, die die Förderung der Bücherei in diesem Umfang ermöglicht haben. Insbesondere erwähnte er die Spendenaktion von Herrn Dosch anlässlich seines 80. Geburtstags, durch die dem Verein insgesamt 3.500 EUR zuflossen, außerdem Frau Dyllong, die uns seit Jahren großzügig unterstützt. Auch Ehrenmitglied Dieter Degreif ließ dem Verein im vergangenen Jahr wieder eine größere Spende zukommen.

 

Der 1. Vorsitzende gab einen kurzen Rückblick auf die Veranstaltungen der Jubiläumswoche. Alle fanden großen Anklang und waren gut besucht. Das Kindertheater TamBambura, die besondere Vorlesestunde, der große Jubiläumsabend mit den Nachtigallen, der Anschnitt der Geburtstagstorte „10 Jahre Nussi“ sowie die Vorlesezeit für „Minimäuse“ von 3 - 4 Jahren. Während der Jubiläumswoche wurden, unter anderem am Stand des Vereins, insgesamt 17 neue Mitglieder gewonnen, unter denen fünf Büchergutscheine verlost wurden. Auch in der Presse haben die Veranstaltungen ein gutes Echo gefunden.

 

Nicht zuletzt durch die Aktion in der Jubiläumswoche konnte die Mitgliederzahl von 231 auf 250 gesteigert werden, darunter sind inzwischen 19 Partnerbetriebe. Dem Partnerprogramm sind zuletzt die Nußlocher Unternehmen Schreinerei Gentner und Stapf-Bau beigetreten.

 

Abschließend dankte Herr Gerhard Uwe Kleinert, der die Website des Vereins eingerichtet und 10 Jahre lang betreut hat. Diese Aufgabe übernimmt künftig Sabine Kinzinger.

 

Die 2. Vorsitzende Silvia Redeker berichtete vom gut eingeführten Lesepaten-Projekt an der Lindenschule und Gesche Hagmann sprach über die Vorlesestunden. Es gibt derzeit 14 VorleserInnen, diese engagieren sich auch beim Ferienprogramm, beim Märchenzelt und beim lebendigen Adventsfenster. Im April findet ein Seminar zum Thema  „Vorlesen für Flüchtlingskinder“ statt, zu dem sich bereits einige VorleserInnen angemeldet haben. Jutta Schoppengerd berichtete über das Märchenzelt, das inzwischen eine Institution auf dem Nußlocher Benzenickelmarkt ist. Beim letzten Ferienprogramm war besonders die Vorlesestunde mit Basteln bei Frau Hagmann stark nachgefragt.

 

Herr Dosch erkundigte sich, ob es ein spezielles Programm für Flüchtlingskinder gibt. Hierzu wurde berichtet, dass einiges in Planung sei. Frau Baust hat Kontakt mit dem Sozialarbeiter der Gemeinde und ist dabei, neue Literatur und geeignete Kinderbücher zum Thema „Integration“ anzuschaffen. Der bereits erwähnte Kurs „Vorlesen für Flüchtlinge “ passe ebenfalls dazu.

 

Herr Gerhard trug den von Schatzmeister Arne Schmidthals übermittelten Kassenbericht für 2017 vor und Joachim Hamers berichtete über die gemeinsam mit Sabine Kinzinger vorgenommene Kassenprüfung. Die Kassenprüfung hat keinerlei Beanstandungen ergeben und der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

 

Ergänzend wurde mitgeteilt, dass Gaby Hamers ihr Amt als Schriftführerin zukünftig an Sabine Kinzinger abgeben wird. Frau Hamers schreibt unter anderem seit 10 Jahren Berichte über die Veranstaltungen für die Rathaus-Rundschau. Herzlichen Dank für die Bereitschaft, das auch weiterhin für den Verein zu tun. Neue Kassenprüferin wird Christiane Köken.

 

Die sehr harmonisch verlaufene Mitgliederversammlung schloss um 20.30 Uhr.

 

 Gaby Hamers / Jutta Baust